Oper in Schwalmtal Große Stimmen, große Gefühle

Schwalmtal · Am Samstag, 10. Oktober und Sonntag, 11. Oktober, zeigt die Kulturabteilung der Gemeinde Schwalmtal gemeinsam mit der Rheinlandoper und der Kulturbühne Schwalmtal um 19.30 Uhr in der Achim-Besgen-Halle die Oper „Siegfried an der Schwalm“. Der Vorverkauf hat begonnen.

Die Opernsängerin bei der Stellprobe.

Foto: Gemeinde Schwalmtal

Nach dem großartigen Erfolg der Oper „Carmen im Kuhstall“ im Jahr 2023 und der ebenso erfolgreichen Ausgabe „Tosca an der Tankstelle“ in 2024 ist das jährliche Oper-Format zu einem festen Programmpunkt im Schwalmtaler Veranstaltungskalender geworden.

In diesem Jahr erwartet die Besucher große Gefühle, große Stimmen und eine Geschichte, die direkt aus Schwalmtal kommt. Was passiert, wenn Richard Wagner auf ländliche Fantasie, starke Charaktere und einen Flügel trifft? „Es entsteht ein Opernerlebnis, das man so garantiert noch nicht gehört und gesehen hat“, betont Alexandra Vahlhaus, Kulturbeauftragte der Gemeinde Schwalmtal. „Ganz frei nach Wagner adaptiert, entfaltet sich Siegfried an der Schwalm als kraftvolle, humorvolle und überraschende Oper.“

Siegfried (Thomas Heyer) war ein echter Waldnieler. Und wer dort aufwächst, stellt sich furchtlos allem. Am Niederrhein hat man schließlich keine Angst vor Drachen und Göttern. Auf der Bühne begegnet Siegfried starken Charakteren: der furchtlosen Kriegerin Brünnhilde mit klarem Blick und klarer Haltung (Marina Unruh), dem Göttervater Wotan mit Führungsproblemen und sehr begrenzter Work-Life-Balance (Tim Lukas Reuter), Ziehvater Mime mit pädagogisch eigenwilligem Ansatz (Nathan Fischer), einem Drachen, der viel erlebt hat und darüber nachdenkt (Christopher Jähnig), dem geheimnisvollen Tünnes, Geist der Nibelungen (Lothar Lange), einem Waldvogel mit feinem Gespür für Wendepunkte (Madelaine Schwer und Carol Arruda) sowie drei Rheintöchtern, die sich garantiert einmischen, sobald Pathos droht.

Der Chor der Rheinlandoper verleiht der Geschichte Tiefe und Wucht. Getragen wird der Abend von Christoph Schnackertz, der Wagners Orchester auf einem einzigen Flügel aufblühen lässt. „Nach den gefeierten Erfolgen der ungewöhnlichen Spielorte verspricht auch Siegfried an der Schwalm einen mitreißenden Opernabend: Ein Abend, an dem man lachen darf, staunen soll und sich am Ende fragt, warum Oper eigentlich je etwas anderes war“, so Vahlhaus.

Der Eintritt kostet 40 Euro und beinhaltet Getränke und ein Catering. Tickets können ab sofort am Infopunkt der Gemeinde Schwalmtal oder online unter: www.kulturbuehneschwalmtal.de/siegfried/ erworben werden.