Benjamin Rauer, bündnis-grüner Landespolitiker, zu Besuch im ALZ Was wird aus „Ukraine-Angebot“?

Mönchengladbach · Benjamin Rauer, bündnis-grüner Landespolitiker, hat das Gladbacher Arbeitslosenzentrum (ALZ) besucht. Kernthema war die im ALZ untergebrachte „Beratungsstelle Arbeit“.

MdL Benjamin Rauer (r., Bündnis-Grüne), Khanim Scholz, Rauers Referentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, Iren Gabriel, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Landtagsfraktion der Grünen NRW, mit Karl Boland und Karl Sasserath (hinten) vom ALZ.

MdL Benjamin Rauer (r., Bündnis-Grüne), Khanim Scholz, Rauers Referentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, Iren Gabriel, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Landtagsfraktion der Grünen NRW, mit Karl Boland und Karl Sasserath (hinten) vom ALZ.

Foto: ALZ

ALZ-Vorstandssprecher Karl Boland und der Leiter der Einrichtung, Karl Sasserath, hatten zum Austausch eingeladen. Beide stellten die Säulen der ALZ-Arbeit vor: Beratung, Begegnung, Mittagstisch. Dass sich bei der Beratung in den vergangenen Jahren einiges verschoben hat, wurde schnell klar. Gerade durch die ungebremste Expansion der Logistik-Branche im Großraum Mönchengladbach ist das Klientel der Ratsuchenden im ALZ nicht nur internationaler geworden. Auch die „Fälle“ sind umfangreicher. Längst geht es nicht mehr nur um Verstöße, etwa beim Mindestlohn, der Lohnfortzahlung oder der Arbeitszeit. Die Besucher klagen auch über „sehr lange Wartezeiten bei Behörden, Gängelung, fehlenden Wohnraum usw.“, wie es Sasserath formulierte. Hier biete das ALZ eine unabhängige wie kompetente Hilfestellung.

Kernthema war die im ALZ untergebrachte „Beratungsstelle Arbeit“. Sie wird über den Europäischen Sozialfonds (ESF) bzw. das Land NRW finanziert. Sorgen bereitet den ALZ-Verantwortlichen die Zukunft des gefragten Angebotes „Unterstützung geflüchteter Menschen aus der Ukraine“. Für diese Aufgabe konnte das Zentrum die Fachfrau Mariya Kaplunovska gewinnen, eine gebürtige Ukrainerin. Nur: Die öffentliche Förderung endet zum Jahresende. Kaplunovska hat inzwischen zahlreichen Geflüchteten erfolgreich bei der Jobsuche helfen können, baut Hürden ab, wenn es um Deutschkurse, Behördengänge etc. geht.

Rauer konnte nicht verbindlich sagen, ob das „Ukraine-Angebot“ in die Verlängerung geht. Er sagte aber seine Unterstützung zu, schließlich betreffe eine Fortsetzung nicht nur die Gladbacher Einrichtung, sondern auch viele andere NRW-Beratungsstellen in unterschiedlicher Trägerschaft.

Sasserath wies in der Runde darauf hin, dass das Land seit Jahrzehnten mit befristeten Verträgen arbeitet. Gefördert werden je 75 Prozent der Personalkosten, den Rest muss der Anbieter – in dem Fall der Verein ALZ – übernehmen. Dazu gibt es eine Geldpauschale für Sachkosten. Die 2023, 2024 vereinbarten deutlichen Tariferhöhungen blieben beim Träger hängen.

Mehr Info unter www.arbeitslosenzentrum-mg.de