Der essbare Waldgarten in Geistenbeck entwickelt sich weiter zu einem festen Lern- und Erlebnisort für Kinder und Jugendliche. Die Anlage, die 2023 eröffnet wurde, wird nun im Sinne des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (Kooperationspartner) gezielt für naturpädagogische Zwecke genutzt. Die mags-Umweltbildung hat den Waldgarten gemeinsam mit den mags‑Grünplanerinnen überarbeitet und in den vergangenen Monaten weiterentwickelt. Neue Pflanzbeete und ergänzende Strukturen bereichern das Gelände und schaffen zusätzliche Lern- und Erlebnisräume.
Ziel ist es, den essbaren Waldgarten als „grünes Klassenzimmer“ dauerhaft in der Umweltbildung zu etablieren. Hier pflanzen, pflegen und ernten die Teilnehmenden Obst, Gemüse und Wildkräuter. Sie lernen, wie ein naturnaher Garten zum Klimaschutz beiträgt, warum regionale und saisonale Ernährung wichtig ist und wie Lebensräume für Insekten und Wildbienen gestaltet werden können. Naturerlebnis, Klimaschutz und gesunde Ernährung werden dabei anschaulich miteinander verbunden.
Begleitet wird das Angebot von den mags‑Biologinnen Aylin Aras und Dr. Stefanie Henze. Ihr Ansatz: Lernen durch Mitmachen. Kinder und Jugendliche erleben unmittelbar, wie Pflanzen wachsen, wie Pflege funktioniert und welche Rolle Biodiversität für ein stabiles Ökosystem spielt. Der essbare Waldgarten orientiert sich dabei an den Prinzipien naturnaher Waldgärten und Permakultur und ist als artenreicher Lebensraum konzipiert.
Ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Projekts ist die neue Patenschaft der Gemeinschaftsgrundschule Steinsstraße. Die Schule übernimmt Verantwortung für den essbaren Waldgarten und bindet ihn regelmäßig in ihre Bildungsarbeit ein. Die Patenschaft ist Teil des Umweltbildungsansatzes und beinhaltet die aktive Beteiligung der Kinder an Pflanz‑, Pflege‑ und Lernaktionen im Waldgarten.
Am vergangenen Donnerstag haben die Klassen 4a und 4b der GGS Steinsstraße ihre Patenschaft offiziell aufgenommen. Mit den mags‑Biologinnen pflanzten die Schülerinnen und Schüler die ersten neuen Gewächse: Stauden und Erdbeeren ergänzen nun die Beete im Waldgarten. Gleichzeitig lernten die Kinder das Gelände kennen und erfuhren, wie vielfältig und schmackhaft die Natur bereits im Frühling sein kann. So wurden unter anderem Brombeertriebe und Brennnesseln probiert.
Damit das Gelernte auch zu Hause weiterwirkt, durfte jedes Kind einen Anzuchtbecher mit Sonnenblumen- oder Kapuzinerkresse‑Samen mitnehmen, um die Pflege von Pflanzen eigenständig weiter zu üben.
Der essbare Waldgarten zeigt, wie Umweltbildung praktisch, alltagsnah und nachhaltig funktionieren kann – und wie Kinder durch eigenes Tun Verantwortung für Natur, Klima und Ernährung übernehmen.