Ausschuss für Umwelt und Mobilität beschließt 22 Maßnahmen Tempo 30: Weitere Zonen in Planung

Mönchengladbach · In mehreren Wohngebieten werden Tempo-30-Bereiche erweitert und neu eingerichtet. Insgesamt umfasst die Vorlage 22 Maßnahmen, die der Ausschuss für Umwelt und Mobilität nun beschlossen hat.

In mehreren Wohngebieten werden Tempo-30-Bereiche erweitert und neu eingerichtet. 22 Maßnahmen sind im Stadtgebiet geplant.

Foto: pixabay

Neben einzelnen neuen Tempo-30-Zonen – etwa im Bereich Hehner Straße/Weidenstraße in Holt – ergänzt der Großteil der Maßnahmen bestehende Bereiche oder verbindet diese miteinander. Die Ausdehnung ist dabei sehr unterschiedlich. So entsteht etwa in Herrath eine 30er-Zone von rund einem Kilometer entlang der Seidenweberstraße und ihren Nebenstraßen, während in Bonnenbroich lediglich rund 150 Meter der Bonnenbroicher Straße zur bestehenden Tempo-30-Zone hinzugefügt werden.

Die einzelnen Maßnahmen gehen auf verkehrsplanerische Zielsetzungen, Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan oder konkrete Prüfaufträge der Politik an die Verwaltung zurück. Umgesetzt werden sie dort, wo laut Stadt die rechtlichen und verkehrlichen Voraussetzungen erfüllt sind – insbesondere in Straßen mit überwiegendem Wohngebietscharakter und geringem Durchgangsverkehr.

Nicht jede geprüfte Straße ist dabei für eine Tempo-30-Zone geeignet: So bleibt etwa die Reyerhütter Straße aufgrund ihrer Funktion im Verkehrsnetz, des starken Zielverkehrs und vorhandener Ampelanlagen auch weiterhin von der Zonen-Regelung ausgenommen.

Tempo-30-Zonen orientieren sich am bestehenden Vorrangstraßennetz und betreffen keine Hauptverkehrsachsen, sodass die Auswirkungen sowohl auf den öffentlichen Nahverkehr als auch auf den gesamten Verkehr vermutlich gering bleiben. In fünf Bereichen sind Buslinien betroffen; die durchschnittliche Fahrzeit verlängert sich dort nach fachlicher Einschätzung der NEW allerdings nur um wenige Sekunden und ist daher vernachlässigbar.

Tempo-30-Zonen werden gezielt in Nebenstraßen angeordnet. Sie unterscheiden sich von einzelnen Tempo-30-Streckenabschnitten, die unabhängig davon auch auf größeren Straßen eingerichtet werden können. Die beschlossenen Maßnahmen nach Stadtbezirken:

Bezirk Nord

Hehner Straße, Weidenstraße, Karmannstraße, Franz-Brandts-Allee, Karmannshof, Immelmannstraße, Fringsstraße, Dreimüllerhof, Aktienstraße, Dahler Kirchweg, Eickener Höhe, Schwogenstraße, Flenkenweg, Bergstraße, Josefstraße, Sachsenstraße

Bezirk Süd

Morr, Bonnenbroicher Straße, Dohrer Straße, Eisenbahnstraße, Vierhausstraße, Endepohlstraße, Hugo-Junkers-Straße, Kreuzstraße, Klosterhofweg, Marie-Juchacz-Straße, Schäferstraße, Hangbuschweg, Schroffstraße, Bankstraße, Straßburger Allee

Bezirk Ost

Peter-Schumacher-Platz, Leppershütte, Hülserkamp, Stichweg Neusser Straße, Volksgartenstraße

Bezirk West

Trompeterallee, Hocksteiner Kirchweg, Voosen, Seidenweberstraße, Emil-Esser-Platz, Buchholzer Weg, Venrather Weg

Die Maßnahmen knüpfen an bestehende Planungen an: Bereits 2021 hatte die Stadt die Einrichtung von 36 Tempo-30-Zonen beschlossen, die inzwischen nahezu vollständig umgesetzt sind. Die neuen Vorhaben ergänzen dieses Netz schrittweise. Die Kosten für die Umsetzung belaufen sich auf rund 142 000 Euro und entfallen überwiegend auf Markierungen und Beschilderung; die Umsetzung ist für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen.