Im Kirchenjahr hat aktuell die Epiphanias-Zeit begonnen. Der 6. Januar ist das zweitälteste Fest der Christen (Ostern ist das älteste). Im Ostchristentum als Weihnachtsfest gefeiert, wird es hierzulande „Erscheinung Christi“ oder Epiphanias genannt; es ist verbunden mit der Ankunft der drei Weisen aus dem Morgenland. Ein besonderer Stern, so wird berichtet, hatte sie zum Christuskind geführt. Es geht also um ein Licht-Ereignis, das Klarheit, Farben- und Lebensfreude in die immer noch dunkle Jahreszeit bringt. Darauf beziehen sich die Ausstellung und ihr Titel.
Die Kölner Künstlerin Sabine Schaffmeister studierte Kunst und Design an der FH Köln bei Franz Dank, Walter Dohmen und Margot Brinkhaus. Sie präsentierte ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen – in Galerien, Projekträumen, Museen – und ist seit 20 Jahren auch kulturpädagogisch tätig. Ihre Malerei findet auf verschiedenen Bildträgern/Untergründen statt, wobei die Porzellanmalerei (die in der Ausstellung allerdings leider nicht gezeigt werden kann) eine wesentliche Rolle spielt. Die ursprünglich bei ihren freien Porzellanmalereien als Ornament eingesetzte Typografie bekommt in den Bildern eine kompositorisch-ordnende Aufgabe. Große Schriften bewegen sich wie ein ordnendes Gitter über das Bildformat, kleinere wirken als Strukturen belebend.
Zuvor komplexere Worte wurden zu „IST“ reduziert, was sowohl eine meditative als auch eine auffordernde Wirkung hat: möglicherweise „das Hinterfragen des eigenen, individuellen ,Ist-Zustands‘, der eigenen Werte, des eigenen Glaubens, der Ziele, Unvollkommenheiten und Zweifel“, so Sabine Schaffmeister. Die Farbigkeit, teilweise unterstützt durch Metallfarben, betont den Lichteinfall und unterstützt den „erhellenden“ Eindruck.
Die Künstlerin spricht zur Eröffnung am 18. Januar selbst eine Einführung. Die Ausstellung geht bis zum 8. Februar. Öffnungszeiten sind mittwochs bis freitags von 9 bis 12 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 0175 52 180 83. Der Weltladen Osterath ist wieder als Gast dabei und bietet Produkte aus fairem Anbau und Handel an.