In Ossum-Bösinghoven könnte bald ein neues, innovatives Mobilitätsangebot auf die Straße kommen: der Bürgerbus. Doch was genau ist das eigentlich? „Es handelt sich um einen Kleinbus mit Platz für bis zu acht Fahrgäste, der als eine Art Ergänzung zum regulären ÖPNV konzipiert ist. Er fährt auf definierten Linien und hält an festgelegten Haltestellen – und das immer dann, wenn der normale Linienverkehr nicht rentabel ist. So wird ein attraktives Mobilitätsangebot geschaffen, das besonders in weniger nachgefragten Regionen oder zu schwach frequentierten Zeiten Einsatz findet“, erklärt Bürgermeister Christian Bommers.
Er sei überzeugt, dass der Bürgerbus für Bösinghoven eine wertvolle Ergänzung sei, da es zur K-Bahnhaltestelle Grundend und weiter zum Bahnhof Osterath derzeit keine direkte Anbindung gäbe. „Hier könnte der Bürgerbus die Lücke schließen und damit das Pendeln in die Nachbargemeinden erleichtern“, so Bommers weiter. „Wie bei jedem großen Projekt stehen auch wir vor Herausforderungen. Aber erfolgreiche Beispiele in der Region zeigen uns, dass Lösungen gefunden werden können“, ist sich Meerbuschs Bürgermeister sicher.
Doch der Betrieb eines Bürgerbusses beruht auf ehrenamtlichem Engagement – gesucht werden daher nicht nur Fahrerinnen und Fahrer, die den Bus sicher durch die Straßen navigieren, sondern auch aktive Mitglieder, die den Bürgerbusverein leiten und organisieren. Man sei daher in ersten Gesprächen mit dem Bürgerverein Ossum-Bösinghoven.
„Diese Form des Ehrenamts sorgt auch für die persönliche Atmosphäre, die uns am Herzen liegt. Ohne Ehrenamt funktioniert das Vorhaben nicht“, sagt Christian Bommers und gibt sogleich nähere Informationen: „Fahrer werden kann jede Person, die mindestens 21 Jahre alt ist und einen gültigen EU-Führerschein der Klasse B besitzt. Auch die körperliche Eignung und das Sehvermögen müssen nachgewiesen werden. Außerdem ist ein polizeiliches Führungszeugnis erforderlich. Es gilt, die Sicherheit für alle Fahrgäste zu gewährleisten.“