Versuchtes Tötungsdelikt an Altweiber in Grefrath 16-Jähriger in Untersuchungshaft

Grefrath · Der 16-jährige Tatverdächtige, der am späten Abend des Altweiberdonnerstags einem 20-Jährigen auf einem Parkplatz in Grefrath eine Stichverletzung zugefügt und ihn lebensgefährlich verletzt haben soll, , wurde am Freitagnachmittag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld und ordnete für den 16-Jährigen Untersuchungshaft an.

Foto: Christoph Petersen

In der Nacht von Donnerstag, 12. Februar, auf Freitag, 13. Februar kam es auf einem Parkplatz in der Nähe eines Festzelts in Grefrath zu einem versuchten Tötungsdelikt, bei dem ein 20-Jähriger eine Stichverletzung erlitten hat. Tatverdächtig ist ein 16-Jähriger afghanischer Staatsangehörigkeit.

Der Vorfall ereignete sich gegen 23:45 Uhr. Nach bisherigem Ermittlungsstand kam es zunächst zu verbalen Streitigkeiten zwischen dem 20-Jährigen und drei Männern. Im weiteren Verlauf soll einer der Männer laut Zeugenaussagen ein Messer gezogen und dem 20-Jährigen eine Stichverletzung zugefügt haben. Der Tatverdächtige und ein weiterer Mann flüchteten unmittelbar danach vom Tatort. Ein Beteiligter wurde noch vor Ort vorläufig festgenommen.

Rettungskräfte brachten den Verletzten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Zu diesem Zeitpunkt konnte eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden. Es wurde eine Mordkommission eingerichtet. Im Rahmen der sofort eingeleiteten polizeilichen Fahndung nahmen die Einsatzkräfte den 16-jährigen Tatverdächtigen fest. Der dritte Tatverdächtige stellte sich am Freitagmorgen auf einer Polizeiwache.

Der 16-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld dem Haftrichter wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags vorgeführt. Die anderen beiden Festgenommenen wurden mangels dringenden Tatverdachts auf Anordnung der Staatsanwaltschaft entlassen.

Der Gesundheitszustand des 20-Jährigen hat sich nach Angaben der Polizei aktuell stabilisiert, er wird im Krankenhaus aber weiterhin medizinisch behandelt. Die genauen Hintergründe der Tat seien weiter unklar. Das Polizeipräsidium Mönchengladbach hat die Ermittlungen übernommen.