Was Angelsportler erleben Nicht immer hängt ein Fisch am Haken

Grefrath · Was könnte „Der lachende Bresen“ sein? Angelsportler wissen, dass es sich um einen verzehrbaren Weißfisch handelt. Der Grefrather Angelsportverein hat sich diesen Namen gegeben und ist offen für weitere Mitglieder.

Der Vorsitzende des Angelsportvereins Grefrath, Norbert Hasselmann (l.), ehrte Rolf Born für 40- jährige Mitgliedschaft im Verein und im Rheinischen Fischereiverband. Rechts die Geschäftsführerin Anja Strucken.

Foto: Alfred Knorr

Schon seit 1964 gibt es diesen Verein, der zwischen dem Strufenhof und Bronkhorst an der Niers in Grefrath einen Teich gepachtet hat, an dem die 40 Mitglieder angeln und sich ausruhen können. Für dieses schöne Stück Natur packen sie aber auch zu jeder Zeit an, um es zu pflegen und zu erhalten.

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Vereinsheim auf dem Strufenhof konnte der Vorsitzende des Angelsportvereins, Norbert Hasselmann, 20 Mitglieder begrüßen. Einer von ihnen ist Rolf Born, der schon 40 Jahre Mitglied im Verein ist. Er erhielt eine besondere Auszeichnung durch den Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V., das Goldene Verbandstreuezeichen mit Urkunde.

Rolf Born, der in Grefrath jahrelang eine Schuhreparaturwerkstatt mit Schlüsseldienst betrieb, liebt das Angeln schon seit seiner Jugendzeit. Früher, erzählt er, bestand die Angel noch aus Bambus, dann folgte die Glasfaserangel, aber heute besteht sie aus dem sehr leichten Carbonmaterial. Auf der Spule befinden sich üblicherweise zwischen 100 und 500 Meter Angelschnüre. 50 Meter Angelschnur würden für ihren Teich im Schwarzbruch an der Niers schon ausreichen, aber zum Angeln am Meer braucht man gut eine 500m-Schnur, erklärt Born.

Und was hat er in seinen fünf Jahrzehnten Angeln schon alles erlebt? Dass man nicht immer einen Fisch am Haken haben muss, denn Rolf Born erinnert sich noch gut daran, dass gelegentlich scharfe Munition an seiner Angel hing, die in den letzten Kriegstagen von deutschen Wehrmachtssoldaten im See „entsorgt“ wurde. Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen.

Nun ist er geehrt worden: Bei seiner Laudatio auf Born hob der Vorsitzende Hasselmann hervor, dass der Jubilar vier Mal Jahressieger im Verein wurde und sogar sieben Mal Angelkönig. In beiden Kategorien wird der geangelte Fisch gewogen, die insgesamt an vier oder fünf Angelsporttagen gefischt worden ist. Wird der Angelkönig ermittelt, zählt aber nur der geangelte Raubfisch, wie Hecht, Aal oder Zander. Beim Aal hatte Rolf Born schon zweimal das Glück, einen über einem Meter langen Fisch am Haken zu haben.

Der „ASV der lachende Bresen“ ist ein sehr aktiver Verein, zu dem eine schöne große Teichanlage gehört. Der Vorsitzende Norbert Hasselmann wünscht sich für seinen Verein, dass noch mehr Petrijünger sich dem Angelsport widmen und die schöne Teichanlage an der Niers nutzen. Kontakt über Norbert Hasselmann, Tel. 0178-5199050, E-Mail info.asv@gmx.de