Betrugsversuch an Seniorin Angeblich verhaftete Tochter unterbricht das Telefonat

Kempen · Bei ihrem Betrugsversuch an einer Kempener Seniorin hatten die Täter kein Glück: Noch während sie mit den angeblichen Polizisten telefonierte, stand ihre „verhaftete“ Tochter in der Tür.

Die Polizei warnt vor Betrug am Telefon (Symbolfoto).

Foto: Sabine van Erp/Pixabay

Das Telefon der Kempenerin klingelte am vergangenen Freitag kurz vor 14 Uhr. Es meldete sich eine Frauenstimme, die panisch erzählte, etwas Schlimmes sei passiert. Anschließend übernahm eine andere Frau das Telefon und behauptete, die Tochter der Seniorin habe einen Verkehrsunfall verursacht. Nur gegen eine Zahlung von 60.000 Euro würde die Richterin die Tochter wieder freilassen. Die Seniorin wurde aufgefordert, das Geld von ihrem Konto abzuheben.

Noch während die Seniorin telefonierte, öffnete ihre angeblich verunglückte Tochter die Tür, woraufhin die Dame aus Kempen sofort auflegte. „So skrupellos gehen Betrüger mit ihren Opfern um“, sagt dazu die Polizei. „Sie bedrängen ihre Opfer, machen ihnen Angst, um an ihr Geld zu kommen. Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft verlangen am Telefon nach Geld oder Wertgegenständen.“

Die Polizei macht auf kostenlose Druckvorlagen von Hinweisschildern für genau solche Betrugsversuche aufmerksam. Darunter ist ein Tischschild, das man ausdrucken und gut sichtbar neben das Telefon älterer Mitbürger, Nachbarn und Verwandten stellen kann. Ebenso wichtig sei es, aufzuklären: „Wenn Sie Ihre Freunde und Familienmitglieder regelmäßig über solche Betrugsversuche informieren, können Sie sie dafür sensibilisieren.“ Info und Druckvorlagen unter https://viersen.polizei.nrw/artikel/informationsschilder-gegen-betrug-einfache-mittel-grosse-wirkung