Erfolg der Grefrather EG Phoenix dreht Derby und krönt starke Relegation

Grefrath · Der Grefrath Phoenix hat zum Abschluss der Regionalliga-Relegationsrunde noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Trotz bereits gesichertem Klassenerhalt wollten sich die Blau-Gelben den Rundensieg nicht nehmen lassen – und lieferten im Niederrhein-Derby beim GSC Moers trotz verletzungs- und krankheitsbedingt stark ausgedünnten Kaders eine überzeugende Vorstellung ab. Am Ende stand ein deutlicher 8:2-Auswärtssieg (0:1,4:1,4:0) bei den ebenfalls ersatzgeschwächten Black Tigers in der ENNI-Eiswelt. Ironie des Schicksals: Die hohe Niederlage erspart dem GSC eine Spielwertung.

Foto: GEG

Dabei begann die Partie zunächst nicht nach Wunsch für den Phoenix. Wie so oft in den vergangenen Wochen tat sich das Team im ersten Drittel schwer und geriet früh in Rückstand. Bereits in der 5. Minute traf Jan Theuerkauf für die Gastgeber. Zwar bestimmten die Grefrather über weite Strecken das Spielgeschehen, doch Moers-Torfrau Tatjana Pfeiffer hielt ihren Kasten zunächst sauber. So ging es mit einem knappen 0:1 aus Phoenix-Sicht in die erste Drittelpause.

Im zweiten Abschnitt erhöhte Grefrath den Druck deutlich – und wurde belohnt. In Überzahl sorgte Gian Luca Pinna in der 24. Minute für den verdienten Ausgleich. Nur vier Minuten später drehte Routinier Roby Haazen die Partie und brachte den Phoenix erstmals in Führung (28.). Als Haazen in der 35. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:1 erhöhte, war die Partie endgültig gekippt. Zwar konnte Florian Stehr kurz darauf für Moers noch einmal verkürzen (36.), doch die Antwort der Blau-Gelben folgte prompt: Noch vor der Pause stellte Sven Schiefner mit einem Powerplaytreffer auf 4:2 (39.).

Im Schlussdrittel ließ Grefrath dann keine Zweifel mehr am Derbysieg aufkommen. Lautstark und durchgehend unterstützt von den zahlreichen mitgereisten Fans wirbelte der Phoenix weiter über das Eis, während den Gastgebern zusehends die Puste ausging. Justin Scholz sorgte früh für die Vorentscheidung (41.), ehe Kai Göbels mit einem Doppelpack zum 7:2 (43./57.) endgültig den Deckel auf die Partie setzte. Den Schlusspunkt setzte Verteidiger Jerome Baum in der 58. Minute zum 8:2-Endstand. Schließlich durfte auch Backup Oliver Nilges die letzten 10 Minuten für den erneut starken Leon Jessler ins Grefrather Tor rücken und blieb selbst ohne Gegentor.

Mit dem klaren Erfolg revanchierte sich der Phoenix eindrucksvoll für die bittere 2:4-Heimniederlage aus dem Hinspiel (0:5 nach Wertung) und verabschiedete sich mit drei Siegen in Serie als Sieger der Relegationsrunde in die Sommerpause. Nach der Partie feierte die Mannschaft gemeinsam mit ihren Fans die traditionelle Humba und ließ die erfolgreiche Mission Klassenerhalt auch in der Kabine ausklingen.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Christian Tebbe nach dem Spiel: „Wir sind nicht so ins Spiel gekommen, wie wir es uns vorgestellt haben und mussten mit dem 0:1 in die erste Drittelpause gehen. Toller Kampf und Wille haben dazu geführt, dass wir das Spiel schließlich souverän gedreht haben. Schön herausgespielte Tore und eine fest stehende Defensive brachte uns in die Erfolgsspur. Am Ende haben wir nichts anbrennen lassen und haben diszipliniert den Sieg geholt. Als Team haben wir gezeigt, dass wir zusammenhalten. Ich bin stolz auf die Jungs. Mit drei Siegen in der Relegation haben wir gezeigt, dass der Abstieg für uns kein Thema ist.“

Ironie des Schicksals: Aufgrund eines nicht spielberechtigten Spielers auf dem Spielberichtsbogen des GSC Moers hätte es zu einer nachträglichen 0:5-Wertung des Spiels gegen den GSC kommen müssen. Aufgrund des aus Grefrather Sicht besseren Endergebnisses wurde seitens des Verbandes jedoch auf diese verzichtet. Nun heißt es für die Blau-Gelben zunächst durchschnaufen, bevor in einigen Wochen bereits die Vorbereitung auf die neue Spielzeit beginnt.