Dreißig neugierige Kinder der städtischen Kita Mullewapp besuchten die Praxis. Ziel: Die Angst vor dem Besuch des Zahnarztes zu nehmen und spielerisch die Bedeutung von Mundhygiene zu entdecken. „Wofür brauchen wir eigentlich Zähne?“, fragte Zahnärztin Uta Büssem die erste Gruppe der Kinder. „Zum Essen!“, riefen diese prompt. „Und was können wir nicht mehr, wenn wir keine Zähne haben?“, hakte die Ärztin nach – und zog dabei bewusst die Lippen ein, um nuschelnd zu sprechen. Die Antwort kam schnell: „Sprechen!“
Ein Gipsabdruck eines Kindergebisses führte zur nächsten Frage: Wie viele Zähne hat ein Mensch? Die Kinder zählten nach – und kamen auf die richtige Antwort: Zwanzig Milchzähne. Doch was ist gut für die Zähne – und was mögen eher die „Zahnkäfer“ (also die Bakterien, die Karies verursachen)? In einem Quiz sortierten die Kinder verschiedene Lebensmittel und lernten so, was zahngesund ist.
In kleinen Gruppen ging es weiter ins Behandlungszimmer. Dort wartete ein Modellzahn mit einem vorgefertigten Kariesloch – den durften die Kinder mit „Zahnknete“ (Füllmaterial) auffüllen. Auch die „Zahndusche“ wurde ausprobiert. Anhand eines Modellgebisses wurde das korrekte Zähneputzen demonstriert. Als Belohnung gab es für jedes Kind eine kindgerechte Zahnbürste, Zahnpasta und einen Becher. „Die frühe Gewöhnung an regelmäßige Zahnpflege ist entscheidend für lebenslange Mundgesundheit“, betont Eva Baro. Die Praxis hatte für diesen Tag exklusiv für die kleinen Gäste geöffnet – ein Zeichen für ihr Engagement, Kinder früh an das Thema Zahngesundheit heranzuführen.
„Wir wollten unseren Kita-Kindern zeigen, dass Zahnpflege nicht nur wichtig, sondern auch spannend sein kann“, sagt Ute Eloo, Leiterin der Kita Mullewapp, die den Besuch initiiert hatte. „Durch solche Erlebnisse verlieren die Kinder die Scheu vor dem Zahnarzt und lernen, dass Zähneputzen zur normalen Routine gehört. Prävention beginnt im Kindesalter.“