13 Mädchen aus Java in Indonesien, darunter auch eine 15-Jährige, seien durch die Polizei aus einem Bordell befreit worden, berichtet die Stiftung. Mehrere von ihnen hätten berichtet, sie seien zu einer Abtreibung gezwungen worden.
Die befreiten jungen Frauen haben auf der indonesischen Insel Flores in einem Frauenhaus (die RP berichtete) vorübergehend Aufnahme gefunden. Der Strafprozess gegen die Nachtclubbetreiber laufe gerade, die Anklage lautet auf Menschenhandel, Misshandlung, Ausbeutung und sexuellen Missbrauch.
Nach Beendigung des Prozesses sollen die Mädchen und jungen Frauen wieder zurück in ihre Heimat nach West-Java gebracht werden, doch es fehlt das Geld dazu. Deshalb wandte sich der auf Flores wirkende Steyler Pater Dr. Otto Gusti Madung an die Grefrather Stiftung von Pfarrer Paul Hauser mit einem Hilferuf zur finanziellen Unterstützung für die misshandelten Frauen. Pfarrer Paul Hauser, der gebürtig aus Grefrath-Mülhausen stammt, konnte dank der vielen Unterstützer seiner Stiftung sofort helfen, so dass die Frauen Schutz und Hilfe erfahren konnten. „Laut der Nationalen Menschenrechtskommission ist Ost-Nusa Tenggara aufgrund der hohen Armut und des Mangels an Arbeitsplätzen ein Knotenpunkt für Menschenhandel“, erklärt die Stiftung. „Im Jahre 2023 verzeichnete die Provinzpolizei 256 Fälle von Menschenhandel. Menschenrechtsbeobachter nehmen aber an, dass die tatsächliche Zahl viel höher liegt, da viele Fälle nicht gemeldet werden.“
Im März werde sich Pastor Hauser persönlich über die ordnungsgemäße Verwendung der Stiftungsgelder vor Ort informieren: „Diese Reise organisiert und finanziert er selbst, wie schon in der Vergangenheit nach Flores und anderen Orten, in denen Stiftungsgelder eingesetzt wurden.“ Kontakt: Pfarrer-Paul-Hauser-Stiftung@gmx.de