Gemeinsames Versorgungskonzept zweier Kliniken Neuordnung der Geburtshilfe im Kreis Viersen

Kreis Viersen. · Die Geburtshilfe im Kreis Viersen wird neu aufgestellt: Künftig werden Geburten zentral am AKH Viersen betreut. Das Hospital Kempen bleibt ein wichtiger Standort für spezialisierte Angebote in der Gynäkologie.

Für die bestmögliche Versorgung von Mutter und Kind werden Geburten künftig zentral im AKH Viersen betreut.

Foto: unsplash.com/Tim Bish

Den richtigen Ort für den Start ins Leben zu finden, ist für junge Familien eine der wichtigsten Entscheidungen. Dabei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle: Wo fühlen wir uns am wohlsten? Wo haben andere positive Erfahrungen gemacht? Welche Einrichtung ist für mich am nächsten? Aber allen Fragen voran: Wo wird die höchste geburtshilfliche Qualität und Sicherheit angeboten?

Um werdenden Müttern langfristig die bestmögliche Fürsorge zu gewährleisten und zugleich den Mitarbeitenden in allen Krankenhäusern der Region sichere, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu bieten, hat man sich im Kreis Viersen nun für eine Neuordnung der Geburtshilfe entschieden.

Die größte Änderung: Künftig werden Geburten zentral am Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen betreut. Es verfügt als anerkanntes perinatales Schwerpunkthaus über eine Kinderklinik und eine Kinderintensivstation, sodass sowohl die Geburt als auch die anschließende Betreuung des Neugeborenen aus einer Hand erfolgen können. Die bislang in Kempen tätigen Beleghebammen sollen Teil der geburtshilflichen Versorgung bleiben, um zukünftig mit dem AKH Viersen zu kooperieren.

„Mit dem neuen Konzept bündeln wir die Kompetenzen in Viersen und schaffen für Familien im Kreis Viersen die bestmöglichen Bedingungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“, fassen Dr. med. Thomas Axer, Geschäftsführer des AKH Viersen, und Maria Henk, Geschäftsführerin des Hospital zum Heiligen Geist Kempen, zusammen. Derzeit wird geprüft, zusätzlich Sprechstunden für werdende Mütter am Standort Kempen anzubieten.

Für das Hospital zum Heiligen Geist Kempen sieht die Planung eine gezielte Stärkung hochspezialisierter, elektiver Bereiche vor. Das etablierte Interdisziplinäre Beckenbodenzentrum bleibt am Standort Kempen erhalten und soll konsequent weiterentwickelt werden. Durch die enge fachübergreifende Zusammenarbeit mit der Urologie, Viszeralchirurgie, Neurologie und der Neuromodulation bietet das Haus hier eine Expertise an, die weit über die regionale Grundversorgung hinausgeht. Auch die ambulante und elektive gynäkologische Grundversorgung wird in Kempen fortgeführt.