Blutspender-Ehrung beim DRK Krefeld Mehr als 80 Liter Blut gespendet

Krefeld. · Er hat im Laufe seines Lebens beim DRK mehr als 80 Liter Blut gespendet: Dr. Wolfram Weber war mit 150 Blutspenden (jeweils 550 ml) der Spitzenreiter bei der diesjährigen Blutspenderehrung des DRK Krefeld.

DRK-Kreisgeschäftsführer Nils Klessa (r.) mit den geehrten Spenderinnen und Spendern. In der Mitte: Rekordhalter Dr. Wolfram Weber.

Foto: DRK Kreisverband Krefeld / Nadia Joppen

„Ich habe als junger Mann angefangen, Plasma gegen Geld für Benzin zu spenden. Später bei meinem Arbeitgeber Bayer habe ich dann zu ehrenamtlichen Blutspenden beim DRK gewechselt, um so das Rote Kreuz ein bisschen zu unterstützen“, erklärte der fitte Rentner, der bis heute regelmäßig spendet. „Das bringt mir ja auch den Vorteil, dass meine Blutwerte regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem bin ich so Vorbild für meine Söhne und Enkel.“

Zur diesjährigen Blutspenderehrung in der DRK-Kreisgeschäftsstelle Burchartzhof waren insgesamt sieben langjährige Blutspender und Blutspenderinnen gekommen. Sie erhielten Auszeichnungen und ein Dankeschön-Geschenk. Einige waren mit 25 Spenden relativ „junge Spender“ wie Eugenius Husson, der gleich zwei gute Gründe für diesen ehrenamtlichen Beitrag hatte: „Es ist supergut für meinen Körper, dass er regelmäßig neues Blut bildet. Außerdem tue ich etwas Gutes für meine Mitmenschen“, so Husson. Ähnlich sieht es Silvia Ciuffreda mit ebenfalls 25 Blutspenden: „Ich wollte etwas Ehrenamtliches machen. Ich bin gesund – wenn nicht ich, wer denn dann?“

DRK-Kreisgeschäftsführer Nils Klessa erläuterte, was den Einsatz der Spender so wichtig macht: „Das DRK hat sich als einzige Hilfsorganisation in Deutschland dem Staat gegenüber verpflichtet, den Bedarf an Blutkonserven sicherzustellen. Dafür sind wir auf Sie alle angewiesen, damit das System für unser Gesundheitswesen funktioniert.“

Eine Blutspende rettet drei Leben. Was vielleicht weniger bekannt ist: Jede Spende wird nach medizinischer Prüfung in drei Elemente geteilt: Erythrozyten-Konzentrat (rote Blutkörperchen), Thrombozyten-Konzentrat (Blutplättchen) und Blutplasma. Je nach Notfall wird nur einer der Teile benötigt – rote Blutkörperchen etwa bei Geburtskomplikationen oder Blutplasma für ein Verbrennungsopfer.

Blutspenden beim DRK basieren auf freiwilligen Spendern, die nicht finanziell entschädigt werden, sondern die sich für die Gesellschaft engagieren möchten. Wer Blut spendet, tut nicht nur etwas für andere, sondern auch für sich selbst: Die Blutspende ist ein kleiner Gesundheitscheck: Jede Spende wird auf Auffälligkeiten untersucht, der Blutdruck kontrolliert und der Blutfarbstoffgehalt gemessen. Sollten ungewöhnliche Werte festgestellt werden, werden die Spender automatisch benachrichtigt.

Am Tag der Spende sollten Spender viel trinken, etwas gegessen haben und einen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis/Führerschein) mitbringen. Selbst bei hohen Außentemperaturen steht einer Blutspende nichts entgegen.

Neben der Versorgung der Krankenhäuser engagiere sich der DRK-Blutspendedienst auch in der Forschung, verwies Klessa auf einen weiteren Aspekt: „Das machen andere Blutspende-Unternehmen nicht. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch andere Menschen in ihrem Bekanntenkreis davon überzeugen könnten, zur Blutspende zu gehen.“ Der begeisterte Sportler Wolfram Weber unterstützt diese Auffassung: „Ich bin eine Woche nach der Blutspende wieder komplett fit für den Sport. Es braucht niemand Angst zu haben, wenn er oder sie Blut spendet.“

Der DRK Blutspendedienst West gibt die Termine und Orte der Blutspende regelmäßig über Meldungen an die Zeitungen bekannt. Außerdem gibt es eine Funktion zur Terminsuche auf www.blutspendedienst-west.de

Insgesamt wurden sieben Personen für ihren Einsatz geehrt:
150 Blutspenden: Dr. Wolfram Weber
125 Blutspenden: Klaus Kramer
75 Blutspenden: Ellen Mozdzien
25 Blutspenden: Silvia Ciuffreda, Gabriele Hanrath, Eugenius Husson, Dagmar Oberländer