„Ich kann keine Bananen mehr sehen“, sagte einer der Helfer augenzwinkernd, nachdem rund 1.000 Bananenkartons durch seine Hände gegangen waren. Sie waren nötig, um die vielen Sachspenden zu verpacken, die in den vergangenen Wochen am Gemeindezentrum der Freien evangelischen Gemeinde in Hoerstgen abgegeben wurden. Neben den Kartons wurden außerdem 700 Säcke mit Kleidung sowie zahlreiche weitere Hilfsgüter abgegeben - darunter Matratzen, Rollatoren, Fahrräder, Spielzeug, Kinderwagen und Kinderbetten. „Mit einer derart großen Resonanz hatten wir zu Beginn des Spendenaufrufs nicht gerechnet“, so Andreas Böckler, verantwortlich für den Hoerstgener Transport. „Heute möchten wir einen großen Dank - an alle, die gespendet haben, aber auch an alle, die am Freitag beim Verladen geholfen haben - aussprechen“, so Böckler weiter. Insgesamt 27 Helferinnen und Helfer packten beim Beladen des LKWs mit an.
Neben engagierten Spenderinnen und Spendern, die spontan ihre Hilfe anboten, waren auch die stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Drese sowie die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Birgit Ulrich gekommen, um beim Einladen und Verpacken der letzten Sachen tatkräftig mit anzupacken. „Das ist ja unvorstellbar, was hier in den letzten Wochen zusammengekommen ist“, stellte Drese dann auch fest, als sie den sonst für Gottesdienste genutzten Raum im Gemeindezentrum sah, der bis unter die Decke mit Hilfsgütern gefüllt war. Aufgrund der großen Menge konnte am Freitag jedoch nur etwa die Hälfte der Spenden verladen werden. Die Organisatoren stehen bereits mit der Auslandshilfe in Kontakt, ob im April ein zweiter LKW nach Hoerstgen kommen kann, um die restlichen Hilfsgüter abzuholen. „Gerne würden wir auch öfter fahren“, sagt Martin Halfmann aus Uedem, der den LKW in der kommenden Woche ehrenamtlich in die Ukraine fahren wird. Doch jeder Transport verursacht erhebliche Kosten. „Ein Transport kostet schon jetzt 3.000 bis 4.000 Euro. Angesichts der gestiegenen Dieselpreise werden die Transportkosten für die Auslandshilfe weiter steigen. Diese müssen komplett über Spenden finanziert werden“, erklärt Halfmann.
Wer weitere Hilfstransporte unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun:
Empfänger: Allianz-Mission e. V.
IBAN: DE86 4526 0475 0009 1109 00
BIC: GENODEM1BFG
Verwendungszweck: Spende - Auslandshilfe - Transportkosten
Weitere Informationen https://auslandshilfe.allianzmission.de/humanitaere-hilfe/