Besondere Bedeutung misst Mainka der Erweiterung von Gewerbeflächen bei, um Unternehmen am Standort zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen, sagte die neue Wirtschaftsförderin bei ihrer offiziellen Vorstellung durch Bürgermeister Christoph Dellmans. Ebenso wichtig sei ihr ein aktives Leerstandsmanagement, die enge Zusammenarbeit mit den Werberingen bei Innenstadtthemen sowie die weitere Verbesserung der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Unternehmen.
Urszula Mainka ist bereits seit Mitte März in ihrer neuen Position tätig und hat in dieser Zeit schon viele Kontakte zu Kempener Unternehmen und Geschäftsleuten hergestellt. Die 35-Jährige stammt aus Rees und absolvierte ein Bachelor- sowie zwei Masterstudien in Berlin, Bonn und Köln. Mit ihrem Abschluss als Master of Science in Digital Management und Business Consulting bringt sie Expertise in Digitalisierung, Betriebswirtschaft und Unternehmensberatung mit.
Vor ihrem Wechsel zur Stadt Kempen war Mainka zehn Jahre lang bei Burda Forward, dem Digitalverlag von Hubert Burda Media, tätig. Dort verantwortete sie über mehrere Jahre Aufgaben in den Bereichen Business Development und Marketing, teils in leitender Position. Zudem wirkte sie an der strategischen Weiterentwicklung digitaler Medienprodukte wie FOCUS Online, CHIP, FitForFun und Bunte mit. Sie begleitete außerdem die Gründung von Start-ups im Digitalbereich und unterstützte Innovationsprojekte innerhalb des Unternehmens.
In ihrer neuen Funktion verstehe sie ihre Aufgabe darin, Wirtschaft, Innovation, Politik und Verwaltung miteinander zu verbinden, so Mainka. Ziel ihrer Arbeit sei es, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Unternehmen gerne und erfolgreich in Kempen tätig sind, investieren, innovieren, wachsen und langfristig am Standort bleiben, so die neue Wirtschaftsförderin.
Zu ihren Aufgabenschwerpunkten gehören unter anderem die Vermittlung von Bestandsimmobilien und Gewerbeflächen, die Vermarktung städtischer Gewerbeflächen, Unternehmensbesuche und kommunale Fallberatung, Fördermittelberatung und Fördermittelmanagement sowie das Projektmanagement strategischer Vorhaben zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes. Dazu zählt beispielsweise die Zertifizierung Kempens als mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Netzwerken und Partnern, darunter dem Unternehmerkreis Kempen, den Werberingen, der Fontys Hochschule, der IHK sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Viersen. Hinzu kommen Gremienarbeit für den Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus, aktives Leerstandsmanagement sowie die Zusammenarbeit im Rahmen der LEADER-Region.
An Kempen schätzt Mainka insbesondere die lebendige Innenstadt als wirtschaftsstarkes Zentrum sowie die Stärke und Vielfalt der lokalen Unternehmerschaft. Der Standort Kempen wird in der regelmäßigen Standortanalyse der IHK insgesamt positiv bewertet. Diesen erfolgreichen Kurs gilt es aus ihrer Sicht auch angesichts technologischer Disruptionen, geopolitischer Unsicherheiten und energiepolitischer Herausforderungen fortzuführen und weiterzuentwickeln.