Zahlreiche jecke Karnevalisten zog es trotz des Regens auf die Straßen und in die Zelte. Größtenteils verliefen die Veranstaltungen friedlich und ohne besondere Vorkommnisse. Die Sicherheitskonzeptionen der Veranstalter, die im Vorfeld in Zusammenarbeit mit den Sicherheits- und Ordnungsbehörden des Kreises Viersen erarbeitet wurden, haben sich bewährt. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre lag ein besonderes Augenmerk auf dem Altweibertreiben in Viersen-Dülken. In diesem Jahr zog es circa 800 Menschen auf den Platz "Alter Markt", ein Großteil davon Heranwachsende und Jugendliche. Einige Feiernde in Dülken, wussten sich nach dem Genuss von Alkohol nicht mehr zu benehmen, sodass es trotz zuvor ausgesprochener Platzverweise zu insgesamt zehn Ingewahrsamnahmen kam. Zwei minderjährige Mädchen wurden im Rahmen der Feierlichkeiten in hilfloser Lage aufgefunden und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht. Es besteht der Verdacht, dass "KO-Tropfen" verabreicht wurden. Des Weiteren wurde eine Geldbörse entwendet. Eine Person leistete Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte. Insgesamt kam es in Dülken zu 21 Strafanzeigen und vier Ordnungswidrigkeiten. Durch die starke polizeiliche Präsenz und das konsequente Einschreiten, konnten weitere Straftaten verhindert werden.
Auch in den nächsten Tagen finden eine Vielzahl an Feierlichkeiten im Kreis Viersen statt. Die Polizei wird im Rahmen von vorgeplanten Einsätzen an einzelnen Veranstaltungen sowie mit erhöhter Präsenz im gesamten Kreisgebiet für die Bevölkerung da sein.
Nachtrag Karnevalsbilanz - versuchtes Tötungsdelikt: Nach der gestrigen, zunächst durchaus ruhigen Karnevalsbilanz um 22:50 Uhr muss die Poliezi die vergangene Nacht einen Nachtrag hinzufügen. Am 13. Februar wurde gegen 23.50 Uhr eine Person nach einer Karnevalsveranstaltung lebensgefährlich verletzt. Der Vorfall wird als versuchtes Tötungsdelikt gewertet. Aufgrund des schwerwiegenden Delikts werden die weiteren Ermittlungen durch das Polizeipräsidium Mönchengladbach geführt.