Schlafdefizite vermeiden, gesunde Snacks vorziehen und bei Medikamenten - Vorsicht mit Alkohol! Gesund durch die WM – das raten Gladbachs Apotheken

Mönchengladbach · Späte Anstoßzeiten in Nordamerika bringen Schlafrhythmus, Ernährung und Medikamenteneinnahme vieler WM-Fans durcheinander. Die Apotheken in Mönchengladbach informieren zu den Gesundheitsrisiken durch lange Fußballnächte und Möglichkeiten der Prävention.

Wenn die WM bis tief in die Nacht läuft, sorgen die Apotheken mit ihrem Nacht- und Notdienst für eine sichere Arzneimittelversorgung. Quelle: ABDA

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Wenn bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko der Ball rollt, beginnt für Millionen Fußballfans in Deutschland eine Ausnahmezeit. Aufgrund der Zeitverschiebung werden zahlreiche Spiele erst am späten Abend oder in der Nacht übertragen. Über mehrere Wochen hinweg geraten dadurch bei vielen Menschen Schlafrhythmus, Essgewohnheiten und Alltagsroutinen aus dem Takt. Insbesondere für Menschen mit chronischen Erkrankungen kann das gesundheitliche Folgen haben.

Für viele Fans gehören Bier und andere alkoholische Getränke dazu. Häufig wird jedoch unterschätzt, dass Alkohol die Wirkung zahlreicher Arzneimittel beeinflussen oder Nebenwirkungen verstärken kann. Besonders bei Medikamenten gegen Bluthochdruck, Schmerzen, Depressionen, Allergien oder Diabetes können Wechselwirkungen auftreten. Diese reichen von verstärkter Müdigkeit und Kreislaufproblemen bis hin zu einer verminderten Wirksamkeit der Therapie. „Am besten komplett auf Alkohol verzichten!“, rät Dirk Lammert, Pressesprecher der Apotheken in Mönchengladbach.

Elfmeterschießen, Verlängerungen oder Last-Minute-Tore treiben Puls und Blutdruck in die Höhe. Wie stark Fußballfans körperlich auf wichtige Spiele reagieren können, zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bielefeld. Forschende werteten die Daten von 229 Arminia-Bielefeld-Fans aus und stellten fest, dass deren Stressniveau am Tag des DFB-Pokalfinales 2025 gegen den VfB Stuttgart um 41 Prozent höher lag als an Vergleichstagen. Die Herzfrequenz stieg bei Fernsehzuschauern von durchschnittlich 71 auf 79 Schläge pro Minute, bei Stadionbesuchern sogar auf 94 Schläge pro Minute. Besonders interessant: Fans, die während des Spiels Alkohol konsumierten, wiesen im Durchschnitt eine um fünf Prozent höhere Herzfrequenz auf als Nichttrinker. Die Forscher weisen darauf hin, dass die Kombination aus emotionalem Stress und Alkohol das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen kann.

„Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten ihre verordneten Medikamente konsequent einnehmen und Warnsignale wie Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel oder Engegefühle im Brustkorb ernst nehmen“, so Lammert.

Chips, Flips, Currywurst & Co. gehören für viele zur Fußballatmosphäre. Über die Dauer eines mehrwöchigen Turniers können sich daraus ungünstige Ernährungsgewohnheiten entwickeln. Hohe Mengen an Fett, Salz und Zucker belasten nicht nur den Stoffwechsel, sondern können auch bestehende Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen negativ beeinflussen. Bereits kleine Veränderungen, wie frisches Gemüse, Obst, Nüsse oder kalorienärmere Knabbereien als Ergänzung zu klassischen Stadion-Snacks, können dazu beitragen, den Körper besser zu unterstützen.

Wer während der Weltmeisterschaft regelmäßig bis tief in die Nacht vor dem Fernseher sitzt, spürt die Folgen oft schon am nächsten Morgen: Konzentration, Leistungsfähigkeit und Reaktionsvermögen können nachlassen. Wird Schlafmangel über Wochen hinweg zum Dauerzustand, kann er zudem Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel zusätzlich belasten. Besonders Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten daher auf ausreichende Erholungsphasen achten. Für die meisten Arzneimittel gilt: Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte zudem bei späten Anstoßzeiten möglichst bei den gewohnten Einnahmezeiten bleiben.

„Einzelne kurze Nächte sind in der Regel unproblematisch. Werden Schlafdefizite jedoch über längere Zeit nicht ausgeglichen, kann dies die Belastbarkeit des Körpers verringern und bestehende Erkrankungen zusätzlich verstärken“, warnt Apotheker Lammert.

Die Apotheken in Mönchengladbach sind nicht nur tagsüber ein verlässlicher Ansprechpartner in Gesundheitsfragen. „Mit dem Nacht- und Notdienst stellen wir in dringenden Fällen die Beratung und Arzneimittelversorgung auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten sicher“, erklärt Dirk Lammert. „Die Apotheken in Mönchengladbach wünschen allen Fußballfans eine spannende und vor allem gesunde Fußball-Weltmeisterschaft 2026.“