Am 2. Juni Aktionstag gegen Schmerz: „Bewusstsein schaffen“

Lank · Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni: Das St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank setzt auf multimodale Schmerztherapie.

Tilmann Lewan, Chefarzt der Klinik für Konservative Orthopädie und Schmerztherapie am St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank.

Foto: St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank

Chronische Schmerzen wie Tumorschmerzen, Nervenschmerzen, Kopf- oder Rückenschmerzen betreffen viele Menschen in Deutschland und führen häufig zu erheblichen Einschränkungen im Berufs- und Privatleben. Beim bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ am Dienstag, 2. Juni, unter dem Motto „Bewusstsein schaffen“ machen Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen gemeinsam mit der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. bundesweit auf das Thema Schmerz aufmerksam. Dazu zählt auch das St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank mit seiner Klinik für Konservative Orthopädie und Schmerztherapie unter der Leitung von Chefarzt Tilmann Lewan.

Das Team um den Facharzt für Spezielle Schmerztherapie ist seit Jahren auf die nicht-operative Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates spezialisiert. Dazu zählen akute Schmerzsyndrome, die ambulant nicht ausreichend behandelt werden können, ebenso wie chronische Schmerzen, bei denen bisherige Therapien wie Physiotherapie, physikalische Maßnahmen oder Medikamente nicht mehr helfen. Auch chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie akute Schmerzzustände nach längerer Krankheitsdauer werden hier behandelt. „Chronische Schmerzen müssen nicht hingenommen werden. Sie entstehen häufig durch ein komplexes Zusammenwirken verschiedener Faktoren und erfordern daher ein ganzheitliches Behandlungskonzept“, erklärt Chefarzt Tilmann Lewan.

Einen wichtigen Ansatz bietet die multimodale Schmerztherapie. Dieses Konzept vereint medizinische Behandlung, Bewegungstherapie und psychologische Unterstützung zu einem abgestimmten Gesamtprogramm. Ziel ist es, nicht nur die Schmerzen zu lindern, sondern auch die Ursachen besser zu verstehen und den Umgang mit der Erkrankung nachhaltig zu verbessern. „Viele Betroffene verspüren trotz eines langen Therapieweges keine signifikante Besserung und das möglicherweise aufgrund einer zu eingleisigen Betrachtung der Schmerzursache. Die multimodale Schmerztherapie dagegen berücksichtigt neben physischen Aspekten auch psychologische Gesichtspunkte und betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit“, so Lewan weiter.

Studien belegen, dass insbesondere multidisziplinäre Programme die Funktionsfähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen deutlich steigern können. Interessierte haben die Möglichkeit, sich am Mittwoch, 8. Juli, um 17 Uhr im St. Elisabeth-Hospital bei einem öffentlichen Fachvortrag umfassend zu informieren (Anmeldung unter 02150/917 0 oder per E-Mail an [email protected]). Chefarzt Lewan stellt an diesem Abend das Konzept der multimodalen Schmerztherapie vor und beantwortet individuelle Fragen der Besucherinnen und Besucher. Bereits am Aktionstag selbst (2. Juni) steht Betroffenen und Angehörigen von 9 bis 18 Uhr eine kostenfreie Telefon-Hotline der Deutschen Schmerzgesellschaft zur Verfügung: 0800 18 18 120.

Die Klinik für Konservative Orthopädie und Schmerztherapie am St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manualmedizinischer Akutkliniken (ANOA), einem Verbund von derzeit rund 40 Krankenhäusern, die sich auf akute und chronifizierte Erkrankungen des Bewegungssystems einschließlich eines breiten Spektrums von Schmerzerkrankungen spezialisiert haben.