Digitale Anwendungen bei Rheuma Lanker Forschung im Fokus

Lank · Die Studienambulanz des St. Elisabeth-Hospitals Meerbusch-Lank (SEM) hat mit ihrer Forschungsarbeit zu digitalen Anwendungen bei Rheuma einen wichtigen Beitrag zu einer internationalen Fachgesellschaftsempfehlung geleistet.

Vier Menschen, die gemeinsam medizinischen Fortschritt gestalten (v.l.): Prof. Dr. Vordenbäumen (Leitung), Olga Kravchenko (Studienkoordinatorin), Dr. med. Türker Kurt (Leitung) und Dr. Martin Kleefisch.

Foto: St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank

Ein Forschungsbeitrag aus Meerbusch trägt zur Weiterentwicklung der rheumatologischen Versorgung in Europa bei: Ergebnisse der MeRLiN-Studie, die durch die Studienambulanz des St. Elisabeth-Hospitals Meerbusch-Lank koordiniert worden ist, haben Eingang in die Aktualisierung der Empfehlung der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) gefunden, der Allianz rheumatologischer Fachgesellschaften in Europa. Ihre Empfehlungen dienen Ärzten sowie Therapeuten als wissenschaftlich fundierte Orientierung für die Behandlung von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen.

Im Fokus der aktualisierten Empfehlung stehen unter anderem digitale Anwendungen, Gesundheits-Apps und Wearables, wie Smartwatches und Fitnesstracker. Und die Frage, wie diese mobilen Alltagsgeräte und digitale Anwendungen Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen helfen können. Zum Beispiel, indem sie dabei unterstützen können, körperlich aktiv zu bleiben und gesundheitsfördernde Maßnahmen langfristig in den Alltag zu integrieren. Zu den wissenschaftlichen Arbeiten, die in die Bewertung eingeflossen sind, gehört die MeRLiN-Studie (Kurt et al., Nutrients, 2024), die gemeinsam an den Rheumazentren in Meerbusch und Köln-Porz durchgeführt worden ist.

Besonders bemerkenswert: Die MeRLiN-Studie war die einzige europäische Untersuchung, die für diesen Teil der Empfehlung berücksichtigt worden ist. „Digitale Anwendungen können die persönliche Betreuung nicht ersetzen. Sie können Patienten aber dabei unterstützen, ihre Erkrankung besser zu verstehen, Gesundheitsziele im Blick zu behalten und aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun“, erklären Prof. Dr. Stefan Vordenbäumen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie, und Dr. Türker Kurt, Leiter der Studienambulanz in Meerbusch.

Für das Team der Studienambulanz ist die Berücksichtigung der Studienergebnisse eine besondere Anerkennung. Sie zeigt, dass Forschung aus Meerbusch weit über die Region hinaus wahrgenommen wird und dazu beiträgt, neue Entwicklungen in der Rheumatologie wissenschaftlich zu begleiten.

Die Studienambulanz des St. Elisabeth-Hospitals beteiligt sich regelmäßig an nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Ziel ist es, neue Erkenntnisse für die Behandlung und Betreuung von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen zu gewinnen und darüber hinaus innovative Versorgungsansätze wissenschaftlich zu bewerten.