Mundartabend Lank-Latumer Platt lebt

Lank · Trotz hochsommerlicher Temperaturen war der Mundartabend des Heimatkreises Lank im Haus Baumeister in Lank wieder einmal hervorragend besucht.

Reiner Cziczkus begeisterte wieder mit seinen Eigenkompositionen in Lotumer Platt.

Foto: privat

Die beiden Mundartexperten Reiner Cziczkus und Jürgen Fallack hatten gemeinsam mit ihren Mitstreitern aus Büderich, Gellep-Stratum und Lank-Latum erneut ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Mit humorvollen Geschichten, heiteren Anekdoten und nachdenklichen lyrischen Beiträgen bewiesen die Akteure, dass das Lank-Latumer Platt auch heute nichts von seiner Lebendigkeit verloren hat. Denn für sie und ihr Publikum gilt: „Platt es cool“.

Ob ein Liebesgedicht einer jungen Poetry-Slamerin, Straßenmusiker in Ostfriesland, die neuesten Erlebnisse von „Oppa on sinne Honk Hennes“, Erinnerungen an einen Sonntagsausflug der ganzen Familie von Gellep-Stratum nach Kaiserswerth oder der gespielte Witz – die abwechslungsreiche Mischung begeisterte die Besucher.

Auch das Publikum wurde aktiv in den Abend einbezogen, insbesondere beim gemeinsamen Singen. Unterstützt von einer Gruppe des Lanker Männerchores unter der Leitung der neuen Chorleiterin Daria Becker erklangen im Saal Baumeister zahlreiche Lieder in Platt. Reiner Cziczkus begeisterte zudem mit seinen Eigenkompositionen in Lotumer Platt, darunter „Dä Wenk von vüüre“ (Melodie von The Sound of Silence) sowie „Papp lot et sinn“ (Melodie von „Über den Wolken“).

Nach fast zwei Stunden Nonstop-Programm und lang anhaltendem Applaus endete der inzwischen 19. Mundartabend. Die Freunde des Lank-Latumer Platts freuen sich bereits auf die nächste Veranstaltung am 22. September im Haus Baumeister.