Der Kreis plant für das Jahr 2026 mit Erträgen von rund 789 Millionen Euro und Aufwendungen von rund 793 Millionen Euro. Daraus ergibt sich zunächst ein Defizit von rund 3,9 Millionen Euro. Dieses wird durch einen sogenannten globalen Minderaufwand (vorgesehene eingeplante Einsparungen bei den Ausgaben) vollständig ausgeglichen. Damit kann der Kreis einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.
Anders als viele andere Kommunen und Kreise muss der Rhein-Kreis Neuss weder auf seine Ausgleichsrücklage noch auf die Allgemeine Rücklage zurückgreifen. Auch in den Jahren 2027 bis 2029 rechnet der Kreis mit ausgeglichenen Haushalten.
Die Kreisumlage steigt im Jahr 2026 auf 35,87 Prozent der geltenden Umlagegrundlagen, nachdem sie im Vorjahr bei 34,90 Prozent lag.
Gleichzeitig bleiben die Sozialausgaben eine zentrale Herausforderung für den Kreishaushalt. Für das Jahr 2026 rechnet der Rhein-Kreis Neuss erneut mit steigenden Kosten, beispielsweise für Bürgergeld, Pflegeleistungen und weitere soziale Unterstützungsangebote.