Sommerliches Schützenfest Konni I. als Sonnenkönig

Büderich · Mit der Gesellschaft Hildegundis von Meer und ihrem begeisterten Schützenkönigspaar Konni I. und Susanne Schäfer hat Büderich ein rauschendes Schützenfest gefeiert. Erstmals führte Niklas Püllen als neuer Oberst die großen Pfingstparaden an und bewies hoch zu Ross, dass auch seine Füße in die großen Spuren seiner Vorgänger passen.

Von Husaren gut bewacht lobpreist Bürgermeister Christian Bommers Schützenkönigin Susanne Schäfer (Mitte r.) unmittelbar vor ihrer Krönung. König Konni I. (Mitte l.) verfolgt die Laudatio unter dem Büdericher Wappen.

Foto: privat

Einen ganz besonderen Erinnerungswert hat das Fest natürlich für Schützen, die für langjährige und besondere Verdienste ausgezeichnet wurden. So durfte sich der Husarenrittmeister Thomas Bergmann für fast ein Vierteljahrhundert als Kompanieführer sowie für sein Engagement auf Bezirksebene über das St. Sebastianus-Ehrenkreuz freuen. Ebenfalls für Verdienste um den Schießsport wurde Thomas Wegener mit dem Ehrenkreuz des Sports ausgezeichnet. Den Hohen Bruderschaftorden erhielt Jürgen Rademacher von der Gesellschaft Jägerlust für sein Engagement beim Tonnenrennen, dessen Erlös von 3 000 Euro wieder hälftig an das Haus Miteinander und die Sebastianus-Schule floss. Die begehrte Schützenmusikerauszeichnung tragen jetzt voller Stolz Wilfried Segbers (Bronze) und Bernd Koxholt (Silber), die beide seit Jahrzehnten im Bundesschützenfanfarencorps 1968 aufspielen.

Ein besonderes Fest war es auch für Bert Bender und Hans Fischer von der Marinekompanie. Sie sind die letzten beiden Wiederbegründer der Truppe aus dem Jahr 1956. Bender ist übrigens noch länger dabei und war schon 1949 Edelknabe beim ersten Schützenfest nach dem Krieg. Der 90-jährige Kapitänleutnant ist damit wohl der einzige Schütze, der auf dieses Erlebnis zurückblicken kann und immer noch jeden Tag im Festzelt mit der schmucken Offiziersuniform zu sehen war.

Das hochsommerliche Wetter machte übrigens nicht nur den Schützen zu schaffen, selbst das Königshaus musste zumindest zeitweise bei Ministern und Hofdamen wetterbedingte Ausfälle hinnehmen, die aber allesamt glimpflich ausgingen. Trotzdem waren auch an den Festabenden die Seitenwände des Zeltes geöffnet, um etwas mehr und vor allem kühlere Frischluft in die Festhalle zu lassen.