„Wir danken von Herzen für diese finanzielle Unterstützung“, sagt Einrichtungsleiterin Jasmin Sprünken bei der symbolischen Übergabe der „Centspende“ durch den Personalrat der Stadtverwaltung. Gemeinsam mit Streetworker Torsten Gärtner berichtet sie eindrucksvoll von der Arbeit des Drogenhilfezentrums in Krefeld, dass auch für Meerbusch zuständig ist. „Wir haben rund 50 bis 80 Klienten, die uns regelmäßig aufsuchen. Für diese Menschen ist es wichtig, eine Anlaufstelle zu haben, bei der man ein Gespräch führen, seine Wäsche waschen, sich duschen oder eine Kleinigkeit essen und trinken kann“, so Sprünken weiter. Oftmals finde diese Arbeit im Verborgenen statt, weil die Gesellschaft die Augen vor den Problemen verschließe. „Dabei kennen auch wir nicht immer die Hintergründe oder die Schicksalsschläge der Menschen, die zu uns kommen“, ergänzt Streetworker Torsten Gärtner.
Die Klienten konsumieren oft harte Drogen und sind wohnungslos. Das Drogenhilfezentrum bietet ihnen neben Suchtprävention und Beratung auch einen Raum, die Drogen zu konsumieren. Dabei werden sie von Rettungssanitätern bewacht. „Natürlich stellen wir die Drogen nicht zur Verfügung, diese müssen unsere Klienten schon selbst mitbringen. Es ist aber besser, sie konsumieren diese Drogen unter medizinischer Beobachtung als im Park vor den Augen von Kindern. Das Problem ist nun mal Teil unserer Gesellschaft, wird aber gerne ausgeblendet“, berichtet Jasmin Sprünken. Dementsprechend werden derartige Einrichtungen auch selten bei Spendensammlungen bedacht. „Wir wollen diese wichtige Arbeit an schwer Suchtkranken sichtbar machen und unterstützen daher gerne“, sagt Michael Marschall, Personalratsvorsitzender der Meerbuscher Stadtverwaltung.
Neben dem Drogenhilfezentrum betreibt die Caritas in Krefeld – gemeinsam mit der Diakonie – zudem seit 2003 das „Medi-Mobil“. Einmal in der Woche ist der Wagen im Krefelder Stadtgebiet an festgelegten Zeiten und Punkten vor Ort und dient den oftmals Wohnungslosen als Anlaufstelle. „Wir haben vier Ärzte, die ehrenamtlich die Tour begleiten und medizinische Betreuung bieten – von der Kopfschmerztablette bis hin zur Wundversorgung. Wichtig ist dabei in erster Linie, dass wir den Menschen auf der Straße zuhören und durch die Präsenz an immer den gleichen Orten und Tagen Kontinuität schaffen“, ergänzt Gärtner.