Übung der Reservistenkameradschaft Mönchengladbach in Anrath Reservisten üben in Anrath

Anrath · Am kommenden Wochenende, 9. und 10. Mai, wird die Reservistenkameradschaft (RK) Mönchengladbach in Anrath am Donkweg eine sogenannte Verbandsveranstaltung (VVag) durchführen.

Die Kameraden der RK Mönchengladbach üben am kommenden Wochenende in Anrath.

Foto: Privat

Wer am kommenden Wochenende entlang des Donkweges in Anrath unterwegs ist, wird möglicherweise immer wieder mal auf uniformierte Soldaten treffen. „Das ist kein Grund zur Sorge“, beruhigt Jörg Hoster. Der Anrather ist aktiver Reservist der Bundeswehr und Mitglied der Reservistenkameradschaft (RK) in Mönchengladbach. „Was wir hier machen ist gedeckt durch den Reservistenverband und als Verbandsveranstaltung - eine sogenannte VVag - ausgewiesen. Im Grunde ist es nichts anderes als eine Übung für Reservisten“, erklärt der Anrather weiter.

Da er am Donkweg ein relativ großes Grundstück besitzt „...kam uns die Idee, dort eine Veranstaltung für Reservisten zu organisieren - das ganze über zwei Tage“, so Jörg Hoster weiter.

Los geht es am kommenden Samstag in der Frühe. „Dann werden knapp 30 Kameraden anreisen, auf der großen Wiese vorne ihr Feldlager aufbauen und sich für das Wochenende vorbereiten“, erklärt der Anrather weiter. Dabei geht es nicht nur um das „Leben im Felde“, sondern es sollen realistische Szenarien, wie sie auch im Ernstfall eintreten könnten, nachgestellt und geübt werden. „Es gibt einen Marsch, wir haben einen Beobachtungsposten, einen Alarmposten und einiges mehr, worin die Kameraden ausgebildet werden“, erklärt der Anrather. Ebenfalls werden die Kameraden im Felde übernachten, versorgt dabei mit der typischen Erbsensuppe mit Bockwurst. „Wir sind froh, dass uns da die Fleischerei Tölkes by Michael Bihn aus Mönchengladbach unterstützt“, freut sich Jörg Hoster. Auch einige ehemalige Bundeswehrfahrzeuge kommen zum Einsatz, welche der Gladbacher Guido Weyand (Haustechnik Guido Weyand) zur Verfügung gestellt hat.

Ganz wichtig: Es wird ausdrücklich weder mit Platzpatronen noch mit scharfer Munition geschossen.

„Das Ganze ist eine ruhige Übung in einer geschlossenen Gruppe und auch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich - da wir jedoch bei unserem kurzen Marsch über den Donkweg unterwegs sind und man uns auch vom Donkweg aus im Feld sehen kann, wollen wir die Bevölkerung im Vorfeld informieren“, erklärt der Anrather weiter, der weiß, dass viele Menschen solche Übungen oft mit Sorge betrachten. „Diese Sorge kann ich nehmen - es ist nichts, was die Reserve nicht schon immer gemacht hat. Oft wird aber in Gegenden geübt, wo man mit Zivilisten keine Berührungen hat. Hier in Anrath könnte das etwas anders sein.“

Wer also am kommenden Wochenende auf die Kameraden in Grün stoßen sollte: kein Grund zur Sorge, es ist schlichtweg eine Übung von der Reserve, für die Reserve.