Kinderparlament diskutiert mit dem Bürgermeister Schüler für sicheren Schulweg

Neersen · Wie sicher ist der Schulweg? Wo fehlen Parkplätze? Und warum wird vor der Schule oft zu schnell gefahren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Kinderparlament der Vinhovenschule in Neersen bei einer Sitzung gemeinsam mit Bürgermeister Christian Pakusch.

Das Kinderparlament der Vinhovenschule diskutierte mit dem Bürgermeister und die Schulwegsituation in Neersen. Foto: Privat

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Ziel des Treffens war es, konkrete Lösungen für die Verkehrssituation rund um die Schule zu entwickeln und erste Maßnahmen anzustoßen.

Das Kinderparlament, bestehend aus 18 Schülern der Klassen zwei bis vier, wurde im Mai 2025 gegründet und tagt alle vier Wochen unter der Leitung von Sabine Hohenhaus und Paulina Wolfs zu verschiedenen Themen.

Bereits im Vorfeld hatten die Kinder in ihren Klassen über Probleme und mögliche Verbesserungen diskutiert. Besonders die Parksituation vor der Schule bereitet vielen große Sorgen, so halten oder parken Eltern ihre Autos häufig auf dem Bürgersteig und gefährden damit den Schulweg.

Als Lösung schlagen die Kinder vor, verstärkt auf bestehende Parkmöglichkeiten, wie am Schloss Neersen, bei Edeka, an der Niershalle oder am Sportplatz, hinzuweisen. Dort haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder ein- und aussteigen zu lassen.

Zudem regten die Parlamentarier an, Fahrgemeinschaften zu bilden oder häufiger zu Fuß zur Schule zu kommen.

Ein weiteres zentrales Thema war die Geschwindigkeit des Verkehrs. Viele berichteten, dass insbesondere auf der Pappelallee oft zu schnell gefahren werde. Um dem entgegenzuwirken, forderten sie verstärkte Kontrollen durch Polizei oder Blitzer sowie die Installation einer Geschwindigkeitsanzeigetafel. Auch der Schulweg selbst wurde unter die Lupe genommen. Hier wurden die Kinder von einer Vertreterin der AG Verkehr, die sich aus engagierten Eltern zusammensetzt, unterstützt.

Im Austausch mit dem Bürgermeister wurden die Vorschläge diskutiert. Er kündigte an, mehrere Punkte weiter zu verfolgen. Die Sitzung zeigte eindrucksvoll, wie engagiert sich die Parlamentarier und Parlamentarierinnen für ihre Umgebung und ihre Mitschüler und Mitschülerinnen einsetzen. Mit konkreten Ideen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und werden dabei von Bürgermeister Pakusch ernst genommen.