Der Arbeitskreis Mobilität der Fraktion legt darin ein klares Konzept für einen leistungsfähigen, finanzierbaren und schnell umsetzbaren busbasierten ÖPNV vor. Ausgangspunkt ist die aktuelle Diskussion im Planungsausschuss: Die CDU hat die Prüfung neuer Schnellbuslinien beantragt – ein Anliegen, das die FDP ausdrücklich unterstützt. Gleichzeitig erinnert die FDP daran, dass bereits 2020 ein eigener FDP‑Antrag zur Einführung einer zeitlich begrenzten Direktbuslinie zur Markterschließung der S28‑Verlängerung positiv beschlossen wurde, jedoch bis heute ohne erkennbare Umsetzung geblieben ist.
„Wenn Beschlüsse gefasst werden, müssen sie auch sichtbar verfolgt werden. Wir unterstützen den CDU‑Vorstoß, aber wir müssen auch fragen, warum der Beschluss von 2020 bis heute folgenlos geblieben ist“, fragt Ralf Klein, Leiter des Arbeitskreises Mobilität. Das nun vorgestellte FDP‑Positionspapier basiert auf einer umfassenden Analyse der Pendlerströme, der Kostenstrukturen im ÖPNV und der aktuellen Haushaltslage der Stadt. Die FDP fordert darin eine konsequente Stärkung zentraler Busachsen, ergänzt durch On‑Demand‑Angebote, Werksbusse und eine Optimierung der Schüler‑ und Pendlerverkehre. „Wir haben uns bewusst auf nachweisbare Zahlen gestützt. Unser Ziel ist ein zuverlässiger ÖPNV, der wirkt und den sich Willich leisten kann“, betont Antonia Linder, Mitglied des Arbeitskreises.
Die FDP möchte, dass neben der von SPD und Grünen favorisierten Prüfung einer Verlängerung der Krefelder Tram‑Linie 042 gleichwertig auch die Stärkung leistungsfähiger Busachsen untersucht wird. Aus Sicht der Liberalen sind die Projekt‑ und Betriebskosten einer Tramlinie angesichts der Willicher Haushaltslage kritisch zu bewerten und dürfen nicht isoliert betrachtet werden. „Wir wollen Mobilität verbessern und wirtschaftliche Lösungen prüfen lassen. Busse sind flexibel, schnell ausbaubar und deutlich günstiger als neue Schienenprojekte,“ betont Kristin Schiffer, Mitglied der FDP‑Fraktion.