Seit 1988 steht der Verein für künstlerische Offenheit, Experimentierfreude und den lebendigen Austausch unterschiedlichster Positionen – und genau diese Bandbreite wird am kommenden Wochenende sichtbar. Die Besucher erwartet ein Panorama zeitgenössischer Kunst, das von expressiver Malerei über poetische Figuration bis hin zu experimentellen Materialarbeiten reicht.
Die Ausstellung vereint Künstlerinnen und Künstler, deren Handschriften kaum unterschiedlicher sein könnten und sich gerade dadurch gegenseitig verstärken. So treffen sensible, intuitiv wirkende Farbklänge der Natur in Aquarell einer Monika Boncuk auf farbintensive Neo-Pop-Kommentare von Malte Sonnenfeld und auf die erzählerisch-surrealen Punktewelten von Frollein Suomi. Während Klaus Angeli klare Strukturen und abstrahierte Formensprache und leuchtende Lichtobjekte präsentiert.
Auch die figurativen und erzählerischen Positionen des Vereins treten hervor: Bernadette Zuhl arbeitet mit poetischen Motiven, Dagmar Stücher spezialisiert auf Prozessmalerei und Strukturarbeiten. Chrissy Abria, Barbara Lenders, Hülya Cimen, Michael Micka, Anouschka Hendriks, Ulrike Schulz und Ina Dauelsberg erweitern das Spektrum um fotorealistische, abstrakte und mixed-media-orientierte Ansätze, die dem Gesamtbild zusätzliche Tiefe verleihen.
Besondere Höhepunkte des Wochenendes sind: die Bodypainting-Performance von Rikie Wollenweber, die am Samstag live im Raum arbeitet und den menschlichen Körper in ein wandelbares Kunstobjekt verwandelt. Ihre Arbeit verbindet Malerei, Bewegung und Identität zu einem unmittelbaren, sinnlichen Erlebnis.
Am Sonntag, 10. Mai, um 11 Uhr, folgt ein weiterer Programmpunkt, der die Ausstellung um eine performative, humorvolle, kunsthistorische Ebene erweitert: Malte Sonnenfeld präsentiert in der Matinee sein Kunstkabarettstück „Malen Sie doch mal was Schönes“. Der Eintritt für das Stück beträgt acht Euro.