Leser-Telefonaktion: Was Betroffene und ihr Umfeld über neuropsychologische Störungen wissen sollten Die unsichtbaren Folgen des Schlaganfalls

Stadt Willich · Zum „Tag gegen den Schlaganfall“ (10. Mai) gibt es eine Leser-Telefonaktion mit Experten der Stiftung Deutsche Schlaganfal-Hilfe am Donnerstag, 7. Mai, von 15 bis 18 Uhr.

Nach dem Schlaganfall haben betroffene oft Konzentrations- und Gedächtnisprobleme.

Foto: Stevanovic Igor

Wohl die meisten Menschen denken bei den Folgen eines Schlaganfalls an sichtbare Einschränkungen wie Lähmungen oder Bewegungsstörungen. Doch häufiger sind neuropsychologische Veränderungen, die von außen nicht erkennbar sind: Betroffene leiden unter Sprachstörungen, können sich nur schwer konzentrieren oder ihren Alltag planen, sind kaum belastbar oder kämpfen mit emotionalen Veränderungen. Diese unsichtbaren Einschränkungen bedeuten für die Erkrankten eine enorme Belastung, zumal sie von ihrem Umfeld als gesund wahrgenommen werden und oft wenig Rücksicht erfahren. . Die gute Nachricht: Neuropsychologische Störungen sind behandelbar. Selbst wenn ein Schlaganfall schon länger zurückliegt, lassen sich mit gezielten Trainings spürbare Fortschritte erreichen. Welche unsichtbaren Spuren ein Schlaganfall hinterlässt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Laut Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe leiden acht von zehn Betroffenen in der ersten Zeit nach einem Schlaganfall unter Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, oft in Verbindung mit Gedächtnisproblemen. Auch ihre Fähigkeit zu planen kann eingeschränkt sein.

Sich sprachlich nicht mehr verständlich äußern zu können, ist eine besonders schwerwiegende Folge eines Schlaganfalls. Etwa 30 Prozent der Patientinnen und Patienten leiden anfänglich unter einer Aphasie, die Einschränkungen sowohl beim Sprechen und Verstehen umfassen kann, aber auch beim Lesen und Schreiben. Auch die Aphasie ist für Außenstehende zunächst nicht erkennbar.