Treffen jeden 1. Mittwoch im Monat Selbsthilfe nach dem Schlaganfall

Mönchengladbach · Albert Sturm hatte bereits fünf Schlaganfälle. Mit seiner Frau Karin leitet er ehrenamtlich die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe, die sich einmal im Monat trifft. Warum dieses Angebot für Schlaganfall-Betroffene so wichtig ist...

Albert Sturm, der bereits fünf Schlaganfälle hatte, mit seiner Frau Karin.

Foto: privat

Jeden ersten Mittwoch im Monat trifft sich die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe in den Kliniken Maria Hilf.

Albert Sturm, der mit seiner Frau Karin die Selbsthilfegruppe ehrenamtlich leitet, hat fünf Schlaganfälle überlebt. Die Zeit nach jedem Schlaganfall war sehr hart – für seine Ehefrau und ganz besonders für Albert Sturm. Neben erheblichen körperlichen Einschränkungen waren Sprache und kognitive Einschränkung eine große Aufgabe. Ohne konsequentes Training, wäre diese Herausforderung nicht zu bewältigen gewesen.

„Gestern war vor dem Schlaganfall, heute ist nach dem Schlaganfall“, so Sturm. „Zunächst muss man den Schlaganfall als neurologisches Ereignis akzeptieren. Nicht das Vergangene wieder ungeschehen machen wollen. Die Willenskraft sollte man lieber dazu verwenden, ab jetzt die Zeit mit den Einschränkungen zu gestalten. Das muss jedem Betroffenen erst mal klar werden.“

Eine Selbsthilfegruppe kann da eine große Hilfe sein. „Ohne Ärzte und Therapeuten, nur unter Betroffenen“, erklärt Sturm. „Über persönliche Eindrücke findet ein Erfahrungsaustausch statt. Gerade auch pflegende Lebenspartner kommen zu Wort. Denn die neue Lebenssituation schafft enorme Herausforderungen im Leben.“

Wichtig auch: Wenn der Wille durch das „Nichtkönnen“ begrenzt wird, droht Depression. „Außenstehende sind nicht unbedingt so sensibilisiert, dass sie erkennen, in welcher Stresssituation sich der Betroffene befindet.“ Auch hier leistet Selbsthilfe wichtige Unterstützung.

„Die Teilnahme ist zwanglos für jeden Teilnehmer“, erklärt Sturm und ergänzt: „Wir sind auch Mitglied im Landesverband der Deutschen Schlaganhilfe.“

Das nächste Treffen ist am 4. Februar, von 17 Uhr bis 18.30 Uhr, im Gebäude Q der Kliniken Maria Hilf, Viersener Straße 450. Um Anmeldung unter 01 63/80 36 440 bei Albert Sturm wird gebeten.