Crimmitschau, Weißwasser, Freiburg, ja selbst Düsseldorf gehören der Vergangenheit an. Die Gegner der Krefeld Pinguine in der kommenden Spielzeit heißen u.a. Mannheim, Berlin, Köln und München. Der lang ersehnte Traum der schwarz-gelben Fans wird Wirklichkeit. Der KEV ist nicht nur Meister der DEL 2, er wird nun auch die süßen Früchte des Erfolgs ernten können und in der Saison 2026/2027 in die höchste deutsche Spielklasse zurückkehren. Hauptgesellschafter Peer Schopp erlöste die Anhänger am Freitag mit folgender Nachricht: „Wir haben es gemeinsam mit vereinten Kräften geschafft, die Voraussetzungen zu schaffen, um nächste Saison in der DEL zu spielen. Dies ist eine besondere und herausragende Leistung aller alten und neuen Gesellschafter und aller Kollegen aus der Vereinsführung und der Geschäftsstelle. Mein besonderer Dank geht an alle Sponsoren, Fans und Unterstützer des Vereins! Als schwarz-gelbes Kollektiv können wir zusammen den nächsten Schritt realisieren. Die Stadt hat gemeinsam entschieden: Wir wollen und werden DEL spielen.“
Sein Gesellschafterkollege Tobias Polka bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, wie immens groß der Kraftakt war. „Noch vor wenigen Tagen war völlig offen, ob wir die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine DEL-Teilnahme seriös und nachhaltig darstellen können. Umso beeindruckender ist die Unterstützung, die wir in kürzester Zeit aus dem Gesellschafterkreis, von Sponsoren und insbesondere auch aus dem Umfeld unserer Fans erfahren haben. Diese Geschlossenheit und das Vertrauen in den eingeschlagenen Weg der vergangenen drei Jahre verdienen größte Dankbarkeit. Wir haben immer betont, dass wir alles für den Aufstieg in die DEL tun werden – aber ohne wirtschaftliche Abenteuer zulasten des Clubs. Dass wir die Lizenzunterlagen nun vollständig und fristgerecht einreichen konnten, ist deshalb nicht nur ein sportlicher, sondern vor allem ein gemeinschaftlicher Erfolg der gesamten Pinguine-Familie.“
Die Fans, die nach der glorreich errungenen Meisterschaft zitterten und mitfieberten, ob tatsächlich der Aufstieg realisiert werden könne, feierten die freudige Nachricht in den Sozialen Netzwerken.
Auch Gesellschafter Matthias Voigt war euphorisiert: „Es zeigt sich nun auch hier: „Keiner kann uns stoppen.“ Wie sich die gesamte Pinguine-Familie in dieser kurzen Zeit für die Rückkehr ins Oberhaus engagiert hat, macht uns sehr dankbar und zuversichtlich. Egal, ob Gesellschafter (alt und neu), Sponsoren, das Geschäftsstellenteam oder alle Fans, die in der vergangenen Saison ein Ticket gekauft, ins KEV-Echo eingestimmt oder in der Schule ein Pinguine-Bild gemalt haben – jeder hat einen erheblichen Beitrag zur entstandenen Euphorie geleistet. Nun wollen wir mit diesem Enthusiasmus das schon gestärkte schwarz-gelbe Fundament noch weiter festigen, gerade jetzt über den Sommer. Und eine Portion rheinischer Zuversicht gehört auch dazu: Et hätt noch emmer jot jejange.“
Die Unterstützung seitens der Sponsoren und Gesellschafter bezeichnet Peer Schopp als „atemberaubend“. Auf Nachfrage des Extra-Tipp fasst er noch einmal die vergangenen Tage zusammen: „Nach dem gewonnenen Finale haben wir einen Haushaltsplan erstellt und nicht daran gedacht, dass wir die DEL stemmen können. Dann aber ergaben sich innerhalb von acht Stunden Optionen, die wir nicht für möglich hielten.“ Schopp und Co. pilgerten von Termin zu Termin, um das Unmögliche zu schaffen. Unter anderem seien vier neue Gesellschafter hinzugekommen, eine Kapitalerhöhung wurde beschlossen. „Ich gebe zu, dass bei mir dann auch ein paar Tränchen kullerten“, so der Pinguine-Boss.
Wie es jetzt weitergeht: Die Liga prüft den Lizenzantrag der Pinguine.