Krefeld/Kassel Die Pinguine im schwarz-gelben Meisterrausch

Krefeld/Kassel · Um 21.37 Uhr am Freitagabend wurde das schwarz-gelbe Märchen wahr. Mit 5:2 siegten die Pinguine in Kassel.

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EC Kassel Huskies vs. Krefeld Pinguine

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Um 21.37 Uhr am Freitagabend wurde das schwarz-gelbe Märchen wahr. Mit 5:2 siegten die Pinguine in Kassel. Der Siegeszug des KEV stoppte nur aus einem Grund - um den Meisterpokal der DEL 2 einzuladen. Es war die Krönung glorreicher, beinahe epischer Play-offs mit einer makellosen Bilanz von 12:0 Siegen. Dies gelang zuvor lediglich den Löwen Frankfurt 2021/2022. Die Pinguine egalisierten nun diesen unfassbaren Rekord und feiern eine Meisterschaft der Sonderklasse. „Keiner kann uns stoppen, KEV“ und „Deutscher Meister ist nur der KEV“, schallte es nach Spielende aus Hunderten sangesfreudiger Kehlen. Die Fans vom Niederrhein verwandelten die Probonio-Arena zu Kassel in einen schwarz-gelben Hexenkessel. Diese Emotionen, diese Freude, die Tränen - all dies wird bei denen, die live vor Ort dabei sein durften, auf ewig in Erinnerung bleiben. So wie schon beim größten Coup der Vereinsgeschichte im Jahr 2003.

Der Auftritt der Schwarz-Gelben in den Play-offs liest sich wie ein perfekt komponiertes Musikstück – mit Höhen, Spannung und einem Finale, das lange nachhallt. Im Zentrum dieses grandiosen Laufs steht ein Mann, der das Ensemble nicht nur führt, sondern formt: Cheftrainer Thomas Popiesch. Er ist der Dirigent - und seine Mannschaft spielte wie ein Orchester.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war die mentale Stärke. Selbst in engen Spielen oder nach Rückständen blieb das Team ruhig, fast stoisch. Es wirkte, als würde der Coach an der Bande jede Nervosität aus dem Spiel nehmen. Diese Ruhe übertrug sich auf das Eis - und machte den Unterschied in entscheidenden Momenten.

Auch die Fans wurden Teil dieser Geschichte. Die Energie aus der Halle trug das Team durch schwierige Phasen, verwandelte Heim- und Auswärtsspiele in emotionale Höhepunkte und ließ die Spieler noch ein paar Prozent mehr abrufen. Es war, als würde das Publikum den Chor bilden, der das Orchester unterstützt und verstärkt.

Der Lohn: die Meisterfeier auf dem Platz der Wiedervereinigung am Montag. Ab 17 Uhr wollen die Pinguine mit ihren treuen Anhängern gemeinsam den Erfolg zelebrieren. Die Mannschaft, die Sonntag noch einmal in Ruhe zusammenkommt, um das Erlebte zu verarbeiten, wird um 18 Uhr auf der Bühne erwartet. Das Programm ist bis 20 Uhr geplant.

Bereits am Sonntag wird Oberbürgermeister Frank Meyer den Meister im Rathaus empfangen und ehren (eine geschlossene Veranstaltung).