Bereits vor dem Eröffnungsbully herrschte Gänsehautatmosphäre in der Yayla Arena. Eine Choreo, die sich über die gesamte Halle erstreckte, und die Nationalhymne stimmten auf ein Spiel ein, das es in sich haben sollte.
Die Gäste aus Hessen erwischten den besseren Start in die Partie. Ein abgefälschter Abschluss von Dominic Turgeon schlug auf der Fanghandseite von Felix Bick direkt unter der Latte ein (7.).
Lange liefen die Pinguine gegen den Rückstand an, ein Treffer wollte aber nicht fallen – bis Alex Weiß 58 Sekunden vor Ende des ersten Durchgangs frei im Slot stand und auf Zuspiel von David Cerny den Ausgleich erzielte (20.).
Im zweiten Spielabschnitt fanden die Pinguine besser in die Partie und bejubelten einen vermeintlichen Treffer. Das Tor wurde nach Videobeweis aber aufgrund einer Torwartbehinderung zurückgenommen.
Auch der Innenpfosten rettete die Huskies zwischenzeitlich, die danach erneut in Führung gingen. Nach angezeigter Strafe gegen Krefeld nahm Todd Woodcroft Philipp Maurer vom Eis, mit sechs Feldspielern schoben sich die Schlittenhunde die Scheibe hin und her. Letztendlich war es erneut Dominic Turgeon, der die Hereingabe von Tristan Keck verwertete und das 1:2 erzielte (31.).
Die Antwort der Pinguine ließ nicht lange auf sich warten. In Überzahl spielte Maurer einen Fehlpass auf Alex Weiß, der das Spielgerät zu Adam Payerl weiterleitete. Der Angreifer der Pinguine blieb cool und sorgte mit dem Shorthander für den erneuten Ausgleich (35.).
Das Schlussdrittel gestaltete sich auf beiden Seiten ruhiger. Auch eine erneute Unterzahl kurz vor Schluss konnten die Pinguine in einem Spiel, das sich durch blasse Powerplays auszeichnete, überstehen und die Overtime forcieren. In dieser setzten sich die Gastgeber letzten Endes durch. Max Newton lief auf der rechten Seite auf das Tor der Fuldastädter zu, schlenzte die Scheibe ins Kreuzeck und brachte die ausverkaufte Yayla Arena zum Toben (64.).
Lange Zeit zum Feiern haben die Pinguine aber nicht, bereits Sonntag geht es in Kassel mit Spiel zwei weiter.
Zahlen zum Spiel
Krefeld Pinguine – EC Kassel Huskies 3:2 (1:1, 1:1, 0:0 / 1:0)
Tore:
0:1 (06:09) Turgeon (Bartuli, Wilde), 1:1 (19:02) Weiß (Cerny), 1:2 (30:50) Turgeon (Keck, Mieszkowski), 2:2 (34:47) Payerl (Weiß), 3:2 (63:07) Newton (Korus, Vandane)
Torschüsse: 28 – 24
Strafen: Krefeld 8 – Kassel 6
Zuschauer: 8029 (ausverkauft)
Stimme zum Spiel
Thomas Popiesch:
Man hat gesehen, dass heute vielleicht nicht alles top war. Aber das Entscheidende in den Playoffs ist, Spiele zu gewinnen und den Punkt zu machen. Das haben wir heute gemacht. Entscheidend war für mich, dass wir ein starkes PK und einen starken Goalie hatten, was uns die Chance gegeben hat, hintenraus das Spiel zu gewinnen.