Viertelfinal-Sweep gegen Landshut Krefeld Pinguine stehen im Play-off-Halbfinale

Krefeld · Die Pinguine drehen vor einer lautstarken Kulisse mehrere Rückstände gegen den EVL

Foto: samla.de

und machen nach nur vier Spielen den Halbfinaleinzug klar.

Landshut startete mit einigen großen Chancen in die Partie, das erste Tor des Spiels

erzielten aber die Pinguine. Kapitän Alex Weiß hatte das Auge für den mitgelaufenen David

Cerny, der das Spielgerät kompromisslos im Tor von Philipp Dietl versenkte (13.). Überstand

der KEV das erste Landshuter Überzahlspiel noch schadlos, sah das kurz darauf anders aus.

Santos wurde zu Fall gebracht, anschließend stolperte ein Landshuter über sein Bein. Nach

einer Strafe gegen Santos gewann Elsner das Bully, Stieler legte quer und Tor Immo

erzielte nach nur sechs Sekunden Überzahl den Ausgleich (19.).

Der Landshuter Treffer schien auch im zweiten Drittel nachzuwirken. Dietz kam ungestört

zum Abschluss und brachte die Hausherren erneut in Führung (21.). Doch die Pinguine

kamen eindrucksvoll zurück. Nur zwei Sekunden nach einer Halten-Strafe gegen Landshut

zimmerte Davis Vandane einen Distanzschuss ins Tor des EVL (27). Doch wieder war die

Mannschaft von Uwe Krupp fast sofort zur Stelle. Nur 39 Sekunden nach dem 2:2 jubelten

erneut die Fans aus der Dreihelmestadt. Koskenkorva traf nach Zuspiel von Gooch zum 3:2

(28.). Auch die Seidenstädter waren im zweiten Abschnitt aber noch nicht fertig. Nach

einem Distanzschuss von Leo Korus, landete das Spielgerät dank der Bande bei Philip

Gogulla, der nur noch am bereits geschlagenen Dietl vorbei ins Tor einschieben musste

(31.). Der letzte Treffer des Drittels gehörte dann aber wieder dem EV Landshut. Diesmal

war es Stieler, der nach nur acht Sekunden Überzahlspiel Felix Bick zum insgesamt vierten

Mal überwinden konnte (36.).

Im letzten Drittel drehten die Pinguine dann endgültig die Partie. Erst stocherte Weiß den

auf der Linie liegenden Puck über die Linie (45.), dann sorgte ein weiterer Veteran in Person

von Philip Gogulla für die zweite Krefelder Führung des Abends (49.). Diese sollten die

Gäste aus der Seidenstadt dann auch nicht mehr abgeben. C.J. Suess erzielte im

Überzahlspiel nach einer 2+2-Strafe gegen Trevor Gooch für die Vorentscheidung (53.).

Anschließend nahm Landshut Dietl vom Eis und warf nochmal alles nach vorne, die

Pinguine-Defensive ließ nach einem wackligen Start in die Partie in den letzten 20 Minuten

aber nichts mehr zu. Stattdessen eroberte Matsumoto das Spielgerät und passte auf Suess,

der aufs leere Tor zulief und nochmal auf den mitgelaufenen Adam Payerl abspielte, der für

den 4:7-Endstand sorgte (59.).

Damit stehen die Pinguine als erster Halbfinalteilnehmer fest, wer der Gegner sein wird, ist

noch offen.

Zahlen zum Spiel

EV Landshut – Krefeld Pinguine 4:7 (1:1, 3:2, 0:4)

Tore:

0:1 (12:29) Cerny (Weiß), 1:1 (18:43) Immo (Elsner, Stieler), 2:1 (20:37) Dietz (Rundqvist, Schwarz), 2:2 (26:57) Vandane (Newton), 3:2 (27:36) Koskenkorva (Gooch, Schwarz), 3:3 (30:29) Gogulla (Korus, Santos), 4:3 (35:50) Stieler (Immo, Bergman), 4:4 (44:46) Weiß (Matsumoto), 4:5 (48:07) Gogulla, 4:6 (52:33) Suess (Newton, Santos), 4:7 (58:59) Payerl (Suess, Matsumoto)

Torschüsse: 32 – 47

Strafen: Landshut 12 – Krefeld 12

Zuschauer: 4216

Stimme zum Spiel

Cheftrainer Thomas Popiesch sagte anschließend: „4:0 hört sich nach viel an, aber in der gesamten Serie haben beide Mannschaften ihre Momente gehabt, auch heute wieder. Ich glaube, wir haben das im entscheidenden Moment dann ausnutzen können. Es war sehr wichtig, dass das Momentum in dieser Serie nicht nochmal wechselt. Besonders im letzten Drittel haben wir sehr clever und sehr gut gespielt und die Partie mit sehr viel Intensität zu Ende gebracht. Die gesamte Serie war ein Teamerfolg. Wir haben uns nicht nur auf eine Reihe verlassen, sondern alle vier Reihen haben sehr intensiv gespielt. Landshut ist eine der gefährlichsten Powerplay-Mannschaften der Liga, wir haben da heute die ein oder andere Strafe zu viel genommen und dann wird es eng. Ich bin stolz darauf, dass die Mannschaft das, besonders in den letzten 20 Minuten, so gut heruntergespielt hat, und werte die Serie als Teamerfolg.“