Als Hauptrunden-Meister haben die Pinguine die Hauptrunde beendet. Wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf der bisherigen Saison?
Schopp Wir haben als erstes Etappenziel die Hauptrundenmeisterschaft für uns intern als Ziel vorgegeben. Das haben wir geschafft. Von daher sind wir mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden, alldieweil es uns dadurch gelungen ist, den Zuschauerschnitt über 6200 Zuschauer noch einmal gegenüber der letzten Saison zu steigern.
Welche Faktoren waren aus Ihrer Sicht ausschlaggebend für das Erreichen von Platz 1?
Schopp Wir haben einen sehr tief besetzten Kader, wodurch wir Ausfälle während der Saison immer ganz gut verkraften konnten. Wir haben einen überragenden Trainer, der es geschafft hat, sein System durchzusetzen, wodurch wir in den meisten Spielen dominant agiert haben. Unsere Importspieler und deutschen Führungsspieler haben Ihre Qualität bewiesen und performt. Und last but not least haben wir uns auch im defensiven Bereich deutlich verbessert gegenüber der letzten Saison.
Auf wen der KEV im Play-off-Viertelfinale trifft, stand bis Freitagmittag noch nicht fest. Hätten Sie denn einen Wunschgegner?
Schopp Wir nehmen jeden Gegner wie er kommt. Reizvoll wäre natürlich das Straßenbahnderby, was emotional viel bieten würde für die Fans auf beiden Seiten. Außerdem würden wir so wenig reisen, was die Vorbereitung und Rehabilitation einfacher machen würde.
Und mit welchem Club würden Sie gar nicht gerne die Schläger kreuzen?
Schopp Wir haben vor keinem Gegner Angst.
Nachdem die Pinguine über Monate von der Tabellenspitze grüßten: Kann diese Saison nur im Fall der Meisterschaft als erfolgreich bewertet werden?
Schopp Nein, das wäre der völlig falsche Ansatz. In den Play-offs kann viel passieren. Wir haben über 52 Spiele bewiesen, dass wir ein DEL 2-Top-Team sind. Wir haben begeisterndes Eishockey geboten. Das wischt man nicht einfach so weg - und es würde unserer Leistung Unrecht tun. Wir wollen ins Finale und wollen den Titel gewinnen, aber das wollen alle Teams, die in das Viertelfinale kommen. Ich erwarte von unserem Team, dass wir unser bestes Eishockey spielen und dann wird man sehen, wofür das reichen wird.
Sollte ihr Team den Titel holen, wie sieht es dann mit dem Aufstieg in die DEL aus?
Schopp Der Aufstieg in die DEL ist nach wie vor kein Selbstgänger. Wir wollen in die DEL, aber aktuell fehlen uns dazu noch die finanziellen Mittel. Wir haben immer noch einen Schuldenberg, den wir abbauen müssen. Wir sind nicht Red Bull oder SAP. In Krefeld müssen alle mitmachen und mithelfen, um so eine Mammutaufgabe zu bewältigen. Wir haben schon heute eine herausragende Unterstützung unserer Sponsoren, aber für einen DEL- Etat benötigen wir zusätzliche Sponsoren, die helfen die Lücke zu schließen. Wir haben von vielen unserer Sponsoren schon die Bereitschaft signalisiert bekommen, im Falle eines Aufstiegs mehr zu machen. Wir werden im Falle einer Meisterschaft nichts unversucht lassen, um einen Aufstieg möglich zu machen, das kann ich allen Fans und Unterstützern versprechen. Aber wir werden auf keinen Fall finanziellen Selbstmord begehen, falls wir nicht genügend mehr Sponsoreneinnahmen erzielen können.
Wie stehen die Krefeld Pinguine im März 2026 denn finanziell dar?
Schopp Finanziell sind wir derzeit stabil. Die generierten Mehreinnahmen haben dabei geholfen, die höheren Kosten aufzufangen. Es wird jetzt von den Play-offs abhängen, inwieweit wir uns da weiter positiv entwickeln.
Wie bewerten Sie die Entwicklung abseits der Eisfläche?
Schopp Abseits der Eisfläche hat unser Team um das Team einen exzellenten Job gemacht. Wir haben Sponsoring, Aufmerksamkeit, Anzahl Follower in Social-Media konstant weiter entwickelt. Die Krefeld Pinguine werden überall positiv wahrgenommen und das ist ein toller Erfolg.
Das Gespräch führte Jörg Zellen