Die Partie begann aus Sicht der Pinguine denkbar ungünstig. Nach nur knapp mehr als fünf Minuten gingen die Wölfe durch einen Treffer von Lukas Mühlbauer in Führung. Krefeld erarbeitete sich zwar einige Chancen, konnte die Scheibe aber nicht über die Linie bringen.
Zu Beginn des zweiten Drittels legten die Gastgeber direkt nach. Christian Billich erzielte das 2:0 und sorgte für Ekstase in der Echte Helden Arena (23.). Doch die Mannschaft von Thomas Popiesch ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und stellte mal wieder ihr bärenstarkes Überzahlspiel unter Beweis. Die Powerplay-Pinguine schlugen nämlich gleich doppelt zu. Erst sorgte Max Newton nach Vorlagen von Marcel Müller und Davis Vandane für den Anschlusstreffer (29.), dann glich Mathew Santos nach erneutem Zuspiel von Marcel Müller und Philip Gogulla aus (31.).
Der KEV war jetzt am Drücker und setzte seinen Ansturm auch im Schlussdrittel fort. Mathew Santos (Gogulla, Newton) schnürte seinen Doppelpack (53.). Doch auch die Breisgauer gaben noch nicht auf und konnten mithilfe eines sechsten Feldspielers auf dem Eis 27 Sekunden vor Schluss durch Lynden McCallum den Ausgleich erzielen (60.).
In Overtime hatten dann beide Teams einige Chancen, die Pinguine konnten aus einer Überzahl in den letzten 64 Sekunden kein Kapital schlagen, weshalb es ins Penalty Shootout ging. Dort bewies der Tabellenführer dann aber seine Klasse. Felix Bick konnte beide Freiburger Penaltys halten, Payerl und Newton verwandelten für die Seidenstädter.
Mit zwei Punkten im Gepäck geht es für den KEV zurück nach Krefeld, wo es am Sonntag um 15 Uhr zum Aufeinandertreffen mit Verfolger Kassel kommen wird.
Cheftrainer Thomas Popiesch sagte anschließend: „Ich glaube, wir hatten nicht gerade den besten Start. Freiburg hat sehr viel Druck und gute Plays gemacht. Wir waren anfangs immer einen Schritt zu spät. Trotzdem haben wir nach 10 oder 12 Minuten immer besser ins Spiel gefunden, auch im zweiten Drittel. Da lagen wir zwar 0:2 hinten, aber unsere Spielweise hat mir schon viel besser gefallen. Dass wir durch die Special Teams zwei Tore machen konnten, hat uns natürlich dabei geholfen, wieder ins Spiel zurückzufinden. Wir haben uns für das letzte Drittel vorgenommen, kontrolliert zu spielen und auf unsere Chancen zu warten. Das haben wir eine lange Zeit lang sehr gut gemacht und sind dann auch in Führung gegangen. Bei Sechs gegen Fünf kann immer so ein abgefälschter Schuss zu einem Tor führen. Wir werden da nochmal drüber reden, weil wir die Situation besser verteidigen müssen. In der Verlängerung haben wir dann viel Druck gemacht, haben die Überzahl aber schlecht ausgespielt. Dennoch haben wir dann im Penaltyschießen den Zusatzpunkt geholt. Gegen eine starke Freiburger Mannschaft bin ich mit den zwei Punkten heute sehr zufrieden.“