Bereits vor Spielbeginn gab es für die Pinguine-Fans Grund zum Feiern. Marcel Müller, der sein 250. Spiel im schwarz-gelben Trikot bestritt, verlängerte seinen Vertrag in der Seidenstadt bis 2027. Der Karnevalsspieltag begann für den KEV positiv. Nach nur etwa eineinhalb Minuten musste Dietl im Landshuter Tor zum ersten Mal hinter sich greifen. Kapitän Alex Weiß traf auf Vorlage von Leo Korus und Mark Zengerle zur Krefelder Führung (2.). Ansonsten verlief das erste Drittel relativ ruhig. Der zweite Abschnitt plätscherte lange vor sich hin. Aber kurz vor Ende setzten die Pinguine doch noch ein Ausrufezeichen. Carl Konze stellte zum zweiten Mal in drei Spielen seine Scorerqualitäten unter Beweis und schob nach Zuspiel von Newton und Müller die Scheibe zwischen den Schonern von Landshuts Goalie ins Tor.
Auch im Schlussdrittel gaben die Pinguine zu Beginn den Ton an. Nach Zuspiel von Philip Gogulla und Max Newton schob deren Sturmpartner Mathew Santos zum zwischenzeitlichen 3:0 ein (48.). Doch die Gäste warfen noch einmal alles nach vorne und hatten besonders in den Schlussminuten einige große Chancen. So verkürzte Jesse Koskenkorva kurz vor Schluss zum 3:1 (54.), doch alle weiteren Landshuter Angriffe scheiterten am bärenstarken aus den Birken.
Thomas Popiesch: „Gerade nach dem emotionalen Derby am Freitag, war für uns heute wichtig, dass wir konzentriert ins Spiel reinkommen. Ich glaube, da haben wir im ersten Drittel über weite Strecken einen guten Job gemacht. Wir haben versucht, alle Mann in das Spiel reinzubekommen und Rhythmus reinzubekommen, die O-Zone strukturierter zu spielen, weil wir genau wussten, dass es gegen Landshut immer gefährlich wird, wenn sie hinten die Scheibe gewinnen und schnell rauskommen. Diese Räume wollten wir ihnen nicht geben, man hat aber über das gesamte Spiel gesehen, dass es immer wieder geklappt hat. Wie Uwe gesagt hat, da fehlten ein paar Spieler, aber da ist immer noch genug Qualität auf dem Eis, um das Spiel in ihre Richtung bringen zu können. Wir wollten ein sehr ausgeglichenes Spiel machen, was uns an vielen Stellen gelungen ist. Wir hatten viel Spielkontrolle, gerade im zweiten Drittel, haben im entscheidenden Moment aber unsere Chancen nicht genutzt. Carl hat unseren Angriff aber dann gut abgeschlossen. Für mich war vorentscheidend, dass wir in den ersten Minuten des letzten Drittels, beim Stande von 2:0 sauber gespielt haben. Nach dem 3:0 hat man dann gesehen, dass Landshut aggressiver geworden ist, mehr Risiko gegangen ist und einige Chancen hatte. Danny hat einen Riesenjob im Tor gemacht. Auch die Spieler, die hintenraus im Sechs-gegen-Vier gegen das beste Powerplay der Liga gespielt haben, haben richtig gut gearbeitet und die Schussbahnen gut zugemacht. Letztendlich war es ein enges Spiel, aber ich denke, dass es ein verdienter Sieg war.“
Die Pinguine beenden die Woche mit zwei wichtigen Siegen gegen Düsseldorf und Landshut. Nächste Woche geht es am Freitag nach Freiburg, ehe am Sonntag der EC Kassel zum Spitzenspiel in die Yayla Arena kommt.
Zahlen zum Spiel:
Krefeld Pinguine – EV Landshut (1:0, 1:0, 1:1)
Tore: 1:0 (01:31) Weiß (Korus, Zengerle), 2:0 (37:36) Konze (Newton, Müller), 3:0 (47:52) Santos (Gogulla, Newton), 3:1 (53:32) Koskenkorva (Immo, Gooch)
Torschüsse: 30 – 29
Strafen: Krefeld 2 – Landshut 4
Zuschauer: 5567