Kamp-Lintfort Klimaneutrale Wärmeversorgung ab 2040

Kamp-Lintfort · Nach 12 Monaten liegt nun der kommunale Wärmeplan für die Stadt Kamp-Lintfort vor.

Janos L. Breuer (evety GmbH), Axel Witzke (Stadt Kamp-Lintfort), Merle Dümeland-Schäfer (evety GmbH), Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Christopher Tittmann (Stadt Kamp-Lintfort) und Dr. Kai Deppenkemper (Stadtwerke Kamp-Lintfort) stellten den kommunalen Wärmeplan vor.

Janos L. Breuer (evety GmbH), Axel Witzke (Stadt Kamp-Lintfort), Merle Dümeland-Schäfer (evety GmbH), Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Christopher Tittmann (Stadt Kamp-Lintfort) und Dr. Kai Deppenkemper (Stadtwerke Kamp-Lintfort) stellten den kommunalen Wärmeplan vor.

Foto: Stadt Kamp-Lintfort

Das Konzept ist eine wichtige Planungsgrundlage für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung. Denn Ziel ist die Sicherstellung einer klimaneutralen Wärmeversorgung der Stadt Kamp-Lintfort ab 2040. „Das Konzept soll Antworten auf die Fragen geben, mit welchem Energieträger in Zukunft geheizt werden kann, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen und welche Förderung es gibt“, erklärt Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt.

Als Hauptergebnis der kommunalen Wärmeplanung in Kamp-Lintfort wurde der Ausbau des Fernwärmenetzes identifiziert. Dieser soll gemeinschaftlich mit den Stadtwerken Kamp-Lintfort bis zum Zieljahr 2040 erreicht werden. „Als regionaler Energie- und Wärmeversorger sehen wir die Wärmewende als Chance, ein klimaneutrales Kamp-Lintfort mitzugestalten. Jedoch kann die Fernwärme nicht überall und zur gleichen Zeit umgesetzt werden. Deshalb müssen Prioritäten gesetzt werden“, erläutert Dr. Kai Deppenkemper von den Stadtwerken Kamp-Lintfort.

Als besonders geeignet für die Fernwärme werden die Stadtteile Altsiedlung und Niersenbruch ausgemacht. Bei drei weiteren Teilgebieten in Hoerstgen, Kamperbrück und Dachsbruch, die sich aufgrund ihrer Lage nicht für einen Anschluss an ein Fernwärmenetz eigenen, sollen Detailanalysen zu weiteren Versorgungsoptionen, wie beispielsweise Solarthermie und Geothermie, angestellt werden.

Was kann nun jeder einzelne mit diesen Erkenntnissen anfangen? „Die Stadt möchte die Bürgerinnen und Bürger rund um das wichtige Thema Wärmeversorgung begleiten. Deshalb bietet unsere Klimaschutzstelle, neben der Verbraucherzentrale NRW sowie den Stadtwerken, an, alle Interessierten mit aktuellen Informationen zu versorgen und bei ihren Entscheidungen kompetent zu beraten“, so der Bürgermeister.

Der Erarbeitungsprozess war vielschichtig. Die Inhalte wurden von dem Fachbüro evety GmbH gemeinsam mit einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe und den Stadtwerken erarbeitet. Akteure aus der Wohnungswirtschaft, dem Abfallverwertungszentrum, der Hochschule Rhein-Waal sowie viele weitere Beteiligte wurden zu Fragen rund um konkrete Anwendungsfälle, Rollenverteilungen sowie Anknüpfungspunkte mit einbezogen. Und nicht zuletzt konnten durch eine Öffentlichkeitsbeteiligung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange viele weiteren wichtige Hinweise gewonnen werden. Zudem wurde der Bericht in politischen Sitzungen der Stadt Kamp-Lintfort vorgestellt und diskutiert. „Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung bilden einen essenziellen Baustein zur Erreichung der ambitionierten Klimaziele der Stadt Kamp-Lintfort“, weiß Christopher Tittmann, Klimaschutzmanager der Stadt Kamp-Lintfort.

Im Haupt- und Finanzausschuss am 18. Juni wurde das Konzept final beraten. Endgültig beschlossen wird der Endbericht zur kommunalen Wärmeplanung im Rat am 2. Juli.