Schätzungsweise rund eine Million Schlaganfälle pro Jahr stehen mit körperlicher Inaktivität in Zusammenhang. Das bedeutet umgekehrt: Die meisten Schlaganfälle lassen sich durch Bewegung in Kombination mit der richtigen Ernährung vermeiden! Um darauf aufmerksam zu machen und gleichzeitig einen Startschuss in ein bewegtes Leben zu geben, steht der diesjährige Maria-Hilf-Lauf am Samstag, 9. Mai, unter der „Schirmherrschaft“ der Stroke Unit der Kliniken Maria Hilf, die auch vor Ort über Schlaganfall und Prävention informiert.
Wie Dr. Götz Greif, ärztlicher Leiter der Stroke Unit, beschreibt, ist ein Schlaganfall eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn, bei der Nervenzellen durch den resultierenden Sauerstoffmangel absterben. Meistens verstopft dabei ein Blutgerinnsel ein Hirngefäß, seltener kann es auch zu einer Hirnblutung durch ein geplatztes Gefäß kommen. Schlaganfall-Symptome sind insbesondere Seh- und Sprachstörungen, Schwindelgefühle und ein unsicherer Gang, Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen sowie starke Kopfschmerzen. Die Symptome treten meist schlagartig auf. Das Risiko, dass es zu bleibenden körperlichen Beeinträchtigungen kommen kann, ist hoch.
Mit dem „FAST-Test“ lässt sich in kürzester Zeit der Verdacht auf einen Schlaganfall überprüfen. So geht’s:
Face: Den Betroffenen auffordern, zu lächeln. Hängt dabei ein Mundwinkel einseitig herab, kann das ein Anzeichen für einen Schlaganfall sein.
Arms: Den Betroffenen bitten, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, ein Arm sinkt oder dreht sich.
Speech: Einen einfachen Satz aussprechen und den Betroffenen bitten, diesen nachzusprechen. Gelingt das nicht oder klingt die Sprache verwaschen, kann das auf einen Schlaganfall hindeuten.
Time: Nicht zögern – ab jetzt zählt jede Minute! Sofort die 112 wählen und die Symptome schildern.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen eine ausgewogene Ernährung und möglichst tägliche Bewegung. Ein Rauchstopp, Vermeidung von Übergewicht sowie regelmäßige Blutdruckkontrollen senken das Schlaganfallrisiko. Bei der Ernährung sollten vor allem Gemüse, Obst und Vollkornprodukte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Zudem wird empfohlen, ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen. Der Konsum von Salz und Zucker sollte möglichst gering gehalten werden. Bei den Getränken sollte vor allem zu Wasser gegriffen, gesüßte Getränke möglichst vermieden sollten.
Was die Bewegung angeht, helfen bereits alltägliche Aktivitäten wie zügiges Gehen, Treppensteigen oder Gartenarbeit. Sehr gut ist regelmäßiger Ausdauersport wie Walken, Joggen, Schwimmen, Radfahren. Der Maria-Hilf-Lauf ist der perfekte Auftakt. Also: schnell noch anmelden!