Bis zur baulichen Umsetzung dauert es aber noch: Die drei Haltestellen werden Teil eines Förderantrags, den die Verwaltung bis Ende des Jahres beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr stellt. Nach einer Bewilligung müssen die Bauleistungen öffentlich ausgeschrieben werden.
Konkrete Pläne gibt es unter anderem für die Haltestelle „Ehrenstraße“ auf der Hovener Straße in Bettrath. Die Busse halten hier in beiden Fahrtrichtungen am Fahrbandrand, wo bislang kein barrierefreies Ein- und Aussteigen möglich ist. Beim Neubau der Haltestelle muss der Bussteig in Fahrtrichtung Süden aufgrund Platzmangels in den Bereich der Hausnummern 153 und 153a verlegt werden.
Ebenfalls verschoben werden die beiden Bussteige der Haltestelle „Freiligrathstraße“ auf der Schlossstraße in Geneicken. Die Haltestelle in Fahrtrichtung Westen ist an ihrem aktuellen Standort nicht barrierefrei ausführbar, da die zur Verfügung gestellte Fläche zwischen den Zufahrten nicht groß genug ist. Im Rahmen der Bauarbeiten sollen die Haltestellen in beiden Fahrtrichtungen auf Höhe der Hausnummern 48-50 zusammengeführt werden.
Die Haltestelle „Hermann-Löns- Straße“ in Mülfort kann hingegen am bestehenden Standort barrierefrei hergestellt werden. Beide Fahrtrichtungen werden auch nach dem Umbau als Fahrbahnrandhaltestelle auf Höhe der Hausnummern 58 bis 62 der Düsseldorfer Straße erhalten bleiben.
Bei einer barrierefreien Haltestelle werden sogenannte Buskapsteine eingebaut. Diese sind 16 Zentimeter hoch und sorgen dafür, dass der Höhenunterschied zwischen Bus und Gehweg sehr gering ist. Dadurch können Fahrgäste problemlos ein- und aussteigen. Dazu tragen auch sogenannte Noppenplatten im Bodenbelag bei, die als taktile Leitelemente sehbehinderten und blinden Menschen helfen, die Bustür eigenständig zu finden.
Aktuell sind 371 von insgesamt 1 162 Haltepunkten auf Mönchengladbacher Stadtgebiet barrierefrei ausgebaut.