Seit 15 Jahren etabliert Puppenspiel am Stadttheater

Krefeld · Neben Schauspiel, Oper und Ballett sowie Konzerten gibt es am Stadttheater noch eine weitere Sparte: das Puppenspiel. Vor 15 Jahren ging es an den Start und entwickelte sich zum Renner.

Puppentheater: Autorin Sabine Sanz (l), Regisseur Alexander Betov und Dramaturgin Regina Härtling bringen den Kindern mit den fantasievollen Handpuppen viel Freude. Und dies seit nunmehr 15 Jahren. Foto: Stutte

Foto: Theater Krefeld/Matthias Stutte

„Wir sind Teil des Theaters geworden“, blickt Alexander Betov stolz auf 15 Jahre Puppenbühne zurück. Zusammen mit Sabine Sanz, die die Stücke für die Kinder schreibt, hat der Leiter und Regisseur das Puppentheater seit 2010/11 fest am Gemeinschaftstheater Krefeld-Mönchengladbach etabliert.

Zur großen Freude des jungen Publikums. Nicht weniger als neun Stücke hat das Puppentheater im Repertoire. Klassische Märchen wie „Aschenputtel“ oder „Zwerg Nase“ sind ebenso vertreten wie Kinderkrimi und Abenteuer. Manche Stücke sind schon ab drei Jahren frei, andere ab sechs oder älter. „28 Aufführungen stehen in diesem Jahr auf dem Programm“, erklärt Dramaturgin Regina Härtling, „14 in Krefeld und 14 in Mönchengladbach“.

Dabei handelt es sich in der Regel um sogenannte „interaktive Schauspiele“. Das bedeutet, echte Schauspieler agieren auf der Bühne im Zusammenspiel mit Holzpuppen.

Die Puppen bezieht Alexander Betov aus einer Spezialwerkstatt in seiner rumänischen Heimat. Die Kulissen werden in der Werkstatt des Theaters nach seinen Entwürfen gefertigt.

Eigentlich ist Alexander Betov Sänger im Opernchor. Ebenso wie Sabine Sanz, die ebenfalls in vielen Opernaufführungen der beiden Stadttheater gesungen hat. „Im Opernchor lernten wir uns kennen“.

Doch Betov hatte sich schon in seiner Ausbildung in Rumänien mit Puppentheater beschäftigt und sich obendrein als Bühnenbildner und Kostümbildner betätigt. Sabine Sanz hat neben der Musik auch Germanistik studiert und entwickelte Freude am eigenen Schreiben. So fanden die beiden Künstler zum Projekt Puppentheater zusammen.

Generalintendant Michael Grosse hatte sich 2010 eine Vorstellung angeschaut und grünes Licht gegeben, die Puppenbühne am Haus anzudocken. Seitdem hat sie sich zu einem zusätzlichen Standbein im Dreisparten-Theater entwickelt. Ein wichtiges Standbein. Denn die Puppenbühne erreicht das Erwachsenenpublikum von morgen. Sorgt also für Zukunft.