Vier Abende in Krefeld Literarischer Sommer

Krefeld · Der „Literarische Sommer“ erlaubt wieder hautnahen Kontakt des Publikums mit interessanten Autoren aus Deutschland und den Niederlanden. Allein in Krefeld finden vier Lesungsabende statt.

 Belesen: Kulturmanager und Krimiautor Dr. Thomas Hoeps hat das Festival „Literarischer Sommer“ vor 25 Jahren gegründet. Foto: Müller

Belesen: Kulturmanager und Krimiautor Dr. Thomas Hoeps hat das Festival „Literarischer Sommer“ vor 25 Jahren gegründet. Foto: Müller

Foto: Müller

„Wir feiern ein Silberjubiläum“, freut sich Mediotheksleiterin Evelyn Buchholtz auf diesen Juli. Vor genau 25 Jahren hob der heutige Leiter des Niederrheinischen Literaturhauses, Dr. Thomas Hoeps, den „Literarischen Sommer“ aus der Taufe.

„Angefangen haben wir mit drei Städten“, erinnert sich der „Vater“ der Veranstaltungsreihe. Krefeld gehörte dazu. Heute sind es 21 Städte auf deutscher und niederländischer Seite.

Nicht weniger als 30 Autoren beider Länder kommen in die Städte, um aus ihren meist neuen Büchern zu lesen und sich dem Publikum zum Gespräch zu stellen. Rund 60 Veranstaltungen sind dieses Jahr geplant.

Weil Krefeld zu den Gründern dieses zweisprachigen Festivals gehört, wird die Festveranstaltung am 4. Juli auch in der hiesigen Mediothek stattfinden.

Zur Feier des Tages richten Oberbürgermeister Frank Meyer und die Generalkonsulin der Niederlande Grußworte an das Publikum. Anschließend moderiert Thomas Hoeps eine Doppellesung:

Die niederländische Autorin Astrid Roemer stellt ihren Roman „Gebrochen weiß“ vor, eine Familiengeschichte vor dem exotischen Hintergrund der holländischen Überseegebiete. Der deutsche Schriftsteller Ilja Trojanov, ebenfalls weit gereist, liest aus seinem Roman „Tausend und ein Morgen“.

Thomas Hoeps wird mit beiden Autoren ein Gespräch führen über Reisen der Fantasie und das Eintauchen in fremde Sprachen.

Nach dem „Opening“ stehen in Krefeld drei weitere Lesungen auf dem Plan:

Der Niederländer Peter Zantingh liest am 11. Juli im Innenhof der Fabrik Heeder aus seinem Roman „Zwischen uns und morgen“. Auch darin geht es um eine Reise, diesmal mit dem Zug, von den Niederlanden nach Bayern.

Marlene Jäger, Mitarbeiterin im Niederrheinischen Literaturhaus, moderiert am 18. Juli eine Veranstaltung mit Kristin Höller in der Musikschule.

Die Autorin hat unter dem Titel „Leute von früher“ die Utopie einer Rückbesinnung ins 19. Jahrhundert auf einer Nordseeinsel verfasst. „Das Haus im Sollbrüggenpark fanden wir als Veranstaltungsort geeignet, weil es 1840 im Stil der damaligen Zeit umgebaut worden ist“, stellt Dr. Hoeps augenzwinkernd einen Bezug zwischen Roman und Örtlichkeit her.

Gleiches gilt für den Roman „Nachtblüher“ der holländischen Autorin Ananda Serné. Er handelt von der Schlaflosigkeit und dem Schlafen, weshalb als Ort der Lesung am 25. Juli beziehungsreich ein Bettengeschäft ausgewählt wurde: Ron Lion an der Mevissenstraße.

Das gesamte Programm des „Literarischen Sommers“ 2024 steht auf der Homepage www.literarischer-sommer.eu

Dort sind auch die Tickets zu den Veranstaltungen erhältlich. Das Einzelticket kostet 10 Euro (ermäßigt 5 Euro), das Festivalticket kostet 35 Euro (20 Euro) plus einen Euro für die Platzreservierung bei den ausgewählten Terminen.

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