Angegliedert an das Netzwerk „Gesunde Kommune Kreis Viersen“ kooperieren das Gesundheitsamt und die Jugendämter im Projekt „gemeinsam SICHER“, um kreisweit Schutzorte für Kinder und Jugendliche zu etablieren.
Es geht im Kern darum, Kindern und Jugendlichen in für sie persönlich schweren Zeiten einen Anlaufpunkt, sicheren Hafen zu bieten. Die Schutzorte in unmittelbarer Umgebung sollen ermöglichen, in Notsituationen schnell und niedrigschwellig Hilfe durch Erwachsene zu bekommen – eben auch Schutz. Neben diesen Schutzorten geht es auch darum, Kinder und Jugendliche für Handlungsmöglichkeiten in Problemlagen zu sensibilisieren und über bestehende Hilfesysteme aufzuklären. Dies erfolgt beispielsweise in teilnehmenden Schulen und Jugendzentren.
Das Programm soll insgesamt für gesellschaftliche Courage sensibilisieren und das Bewusstsein für ein respektvolles und gemeinschaftliches Miteinander fördern. Es ist geplant, ab sofort städtische Jugendfreizeiteinrichtungen und die in freier Trägerschaft, die Bibliothek im Brauhaus, Apotheken, Banken und andere als Schutzorte zu „labeln“.
Die Schutzorte erhalten ein Handbuch mit einem Krisenleitfaden und einer Kontaktliste und verpflichten sich, zu einem sicheren Umfeld für Schutzsuchende beizutragen.