Es gibt sicherlich viele gute Neuigkeiten aus dem Kinderschutzbund Willich für das Jahr 2026. Vor allem freuen sich die Vorsitzende Barbara Jäschke und ihr Stellvertreter Dieter Lambertz „...das wir endlich die Schwimmkurse anbieten können, die bereits für 2025 geplant waren“, so die Vorsitzende. Die Kurse, die ehrenamtlich von Paul Heinen und Caroline Hennecke als zertifizierte Schwimmtrainer geleitet werden, laufen noch bis Anfang Mai, sollen aber im Oktober nochmals und ebenfalls kostengünstig angeboten werden.
Ebenfalls neu im Programm ist der Kurs „Affenstark“, der als Präventionskurs vor sexuellem Missbrauch angeboten wird. „Der Präventionskurs wird in sechs Themenbereiche unterteilt und wird als Konzept für Schulen für die Kinder der Altersklassen des 3. und 4. Schuljahres angeboten“, so die Vorsitzende weiter.
Speziell für Mädchen gibt es in 2026 einen Mädchenkurs mit dem Thema „Erdung und die vier Elemente“ in Kombination mit der tiergestützten Pädagogik. „Das Angebot richtet sich an Mädchen zwischen zwölf und 15 Jahre“, ergänzt Dieter Lambertz.
Ebenfalls im Rahmen der tiergestützten Pädagogik bietet der Kinderschutzbund neu den Kurs „Wertevermittlung“ an. „Tiere geben Kindern oft einen anderen Zugang, um sich zu öffnen“, weiß Barbara Jäschke zu berichten. Der Kurs richtet sich an Kinder zwischen acht und zehn Jahre und umfasst vier bis sechs Einheiten.
Altbewährtes bleibt mit neuen Impulsen. So wird es auch zukünftig Theaterprojekte geben mit verschiedenen Theatern, die in lokalen Schulen Stücke vorführen, welche die Bereiche Mobbing, Ausgrenzung und weitere Themen behandeln, die Kinder und Jugendliche umtreibt.
Geplant ist auch ein Impulsvortrag zum Thema Erziehung im Wandel der Zeit mit Bianca Retzsch im Lichtspieltheater Willich. „Zu allen Themen und Kursen werden natürlich auch die Eltern eingebunden oder es wird spezielle Elternabende geben“, erklären Jäschke und Lambertz weiter.
Ansonsten bietet der Kinderschutzbund weiterhin Altbewährtes an wie die Baby-Willkommenstasche, die Babysitter-Ausbildung, Kochkurse, Konzentrationstraining, „Fit in“ und „Fit für“ die Schule, Spielgruppen und Selbstbehauptungskurse, Lesepatenschaften mit den OGS-Kooperationspartnern Mühlenfeldschule und Albert-Schweitzer-Schule und natürlich bleibt auch die „Wühlmaus“ fester Bestandteil beim Kinderschutzbund.
Dass Kinder beim Kinderschutzbund immer im Fokus stehen, versteht sich von selbst. Das Kinderschutzkonzept, das bereist 2022 installiert und im letzten Jahr evaluiert wurde, unterstreicht dies nochmals eindeutig. „Beim Kinderschutzkonzept geht es vor allem um das ‚Vier-Augen-Prinzip’“, erklärt Dieter Lambertz. „Kinder sollen den größtmöglichen Schutz bekommen. Wichtig dabei ist, dass wir vom Kinderschutzbund schnell und unbürokratisch reagieren und helfen können und wollen, sobald uns etwas gemeldet wird“, so Lambertz weiter. Vier-Augen-Prinzip bedeutet, das immer und in jedem Fall nie alleine entschieden, sondern immer Rücksprache gehalten wird. „Kinderschutzbeauftragter ist Dieter Lambertz, ich seine Vertretung, und wir entscheiden im Vier-Augen-Gespräch mit den Insofakräften Andreas Ballnus und/oder Beate Krüger, die das Kinderschutzkonzept auch für und mit uns erarbeitet haben“, weiß Barbara Jäschke. Bei diesem Konzept spielt auch die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Jugendamt und Erziehungsberatungsstellen eine große Rolle. „Schulungen gab es schon für alle Honorar- und ehrenamtlichen Kräfte. Der Datenschutz wird im KSB ebenfalls sehr ernst genommen und ich stehe da in der Verantwortung genauso wie Dieter Lambertz“, betont Barbara Jäschke.
Einen Wermutstropfen gibt es aber doch: Das Kinderfest wie es noch im letzten Jahr im Schlosspark Neersen stattgefunden hat, wird es zukünftig nicht mehr geben. „Wir haben sehr lange mit uns gerungen und intern darüber gesprochen, aber der Verwaltungs- und Personalaufwand sowie die massiv gestiegenen Kosten ließen uns leider keine andere Möglichkeit, als zu dieser Entscheidung zu kommen“, bedauert die Vorsitzende Barbara Jäschke. „Das Fest haben wir seit zwölf Jahren gefeiert und Angeboten, wir können das aber in dieser Form - auch was den Zeitaufwand betrifft - einfach nicht mehr leisten“, ergänzt Dieter Lambertz. Beide bedauern diese Entscheidung sehr und betonen, dass dies dem Kinderschutzbund nicht leicht gefallen ist.
Trotz des Wermutstropfens gibt es aber auch gute Nachrichten: Denn anstelle eines Kinderfestes will der Kinderschutzbund Willich zu einem Tag der offenen Tür am Weltkindertag, 19. September, direkt beim Kinderschutzbund selbst in Anrath einladen. „Hierzu wollen wir den Kindern, Eltern, Besuchern natürlich auch ein kleines Programm anbieten - nur halt nicht mehr in der Dimension wie beim Kinderfest. Schön wird es trotzdem“, verspricht Barbara Jäschke. Der Tag ist schon fest im Kalender fixiert und die Planungen dazu laufen schon auf Hochtouren.