Erste „Redaktionskonferenz“ zum ambitionierten Buchprojekt „Willich im Nationalsozialismus“: Zu einer ersten Besprechung trafen sich kürzlich die Autoren im Willicher Stadtarchiv und legten sowohl den zeitlichen Rahmen als auch gemeinsame Bearbeitungsrichtlinien fest. Erscheinen soll das fertige Werk Ende 2028.
Hintergrund: In den vergangenen Jahrzehnten sind zahlreiche Werke zur Geschichte der Stadt Willich und ihrer Altgemeinden erschienen. Auch die Zeit des Nationalsozialismus‘ wurde dabei beleuchtet - sei es die Verfolgung der Juden oder der Zweite Weltkrieg.
„Andere Aspekte dieser Zeit wurden dagegen nur ansatzweise oder gar nicht behandelt – beispielsweise die Themen Euthanasie, Zwangsarbeit, das Zuchthaus Anrath oder die Entnazifizierung nach 1945“, erläutert der natürlich federführend eingebundene Willicher Stadtarchivar Udo Holzenthal: „Dies mag damit zusammenhängen, dass viele Jahrzehnte lang die meisten Quellen zur NS-Zeit entweder gesperrt oder nur schwer zugänglich waren. 80 Jahre nach Kriegsende stellt sich die Situation anders dar: Fast sämtliche Quellen sind einsehbar und liegen nun zum großen Teil auch digitalisiert vor“, so Holzenthal.
Deshalb hat der Kreis Viersen beschlossen, die Lücke in der Geschichtsschreibung zu füllen und im Rahmen seiner Schriftenreihe ein Buch zu „Willich im Nationalsozialismus“ auf den Weg gebracht. Tatkräftig unterstützt wird das Projekt von den Heimat- und Geschichtsfreunden Willich. Die Autoren des ambitionierten Werks: Herbert Gehlen, René Lehmann, Franciska Lennartz, Udo Holzenthal, Christoph Riedl, Bernd-Dieter Röhrscheid und Dr. Paul Schrömbges.