Neue Tinyhäuser entstehen an der Niersplank Kleine Häuser am grünen Rand

Stadt Willich · Zwei Tiny-Doppelhäuser entstehen am grünen Außenrand des Gebiets Niersplank

So sollen sie zukünftig aussehen, die Tinyhäuser, die an der Niersplank entstehen. Grafik: Stadt Willich

Foto: Stadt Willich

Reduzieren – aufs Maximum: Diese Botschaft steht für viele über allem, wenn es ums Thema „Tiny-Häuser“ geht.

Klar: Weniger Platz, weniger Raum – aber dafür ein Plus an Individualität, Nachhaltigkeit, weniger Unterhalt und Hausarbeit, geringerer Ressourcenverbrauch und - eben eine ganz bewusste Reduzierung auf das Wesentliche.

An der Niersplank werden jetzt perspektivisch nach der erfolgreichen „Premiere“ am Mutschenweg vor fünf Jahren erneut zwei Tiny-Doppelhäuser entstehen. Das Areal war unter anderem durch den Umzug der Willicher Gemeinschaftsbetriebe und des Löschzuges Neersen verfügbar geworden, und die frei gewordenen Flächen sollen nun in Varianten für dringend benötigten Wohnraum genutzt werden.

Das Konzept sieht vor, am grünen Außenrand des Gebiets Niersplank zwei Tiny-Doppel-Häuser mit also insgesamt vier Wohneinheiten entstehen zulassen. Naturgemäß kompakt: Die Grundstücksgröße beläuft sich pro Doppelhaus für zwei Wohneinheiten auf etwa 350 Quadratmeter (Grundstückspreis 400 Euro/m²), eine Doppelhaus-Hälfte bietet rund 50 Quadratmeter Wohnfläche.

Das Angebot richtet sich, so die vermarktende Willicher Grundstückgesellschaft, an eine breite Zielgruppe: Ein Investor, der das Doppelhaus gesamt realisiert und beide Wohneinheiten dann vermietet, kommt genauso in Betracht wie Privatpersonen, die das Doppelhaus vielleicht gesamt realisieren, später eine Wohneinheit selbst nutzen und die andere vermieten – viele Modelle sind möglich.

Die Grundrisse und Ansicht-Zeichnungen der verantwortlichen Willicher Architektin Stefanie Käding lassen ahnen, dass es bei aller Kompaktheit nicht klaustrophobisch-eng in den Häuschen mit Terrasse zugehen wird. Und das Ganze wird in einem sehr grünen, naturnah angedachten Ambiente realisiert: Im weiteren Planbereich ist eine öffentliche Grünfläche als „Spielplatz“ festgesetzt – und es ist eine Fuß- und Radwegeverbindung zum Weg Haubenden vorgesehen, der zum südlichen Naherholungsgebiet Neersen führt. Die Natur - buchstäblich vor der Tür.