Altehilfe Willich spendet 1000 Euro für Wünschewagen Wünschebus erfüllt Wünsche in der letzten Lebensphase

Stadt Willich · Am Donnerstag kam der ASB-Wünschewagen aus Essen zu Besuch nach Willich. Hier konnten die Ehrenamtler der Altenhilfe am Kaiserplatz 1 Robert Stoessel vom ASB einen Scheck in Höhe von 1 000 Euro überreichen.

Am Donnerstag konnte die Ehrenamtler der Altenhilfe den Wünschewagen der ASB besichtigen. Ursula Ochmann (Mitte) und Altenhilfe-Vorsitzender Michael Rieve (Mitte rechts) konnten einen Spendenscheck von 1000 Euro an Robert Stoessel vom Wünschewagen überreichen. Foto: Grammatikou

Foto: Kellys Grammatikou

Donnerstagmorgen in der Altenhilfe. Vor dem Gebäude am Kaiserplatz steht ein Fahrzeug, das einem Rettungswagen ähnlich sieht. Passiert ist jedoch nichts, niemand in Not. Auch ist das Fahrzeug kein Rettungswagen, eher im Gegenteil: es ist der sogenannte Wünschewagen des ASB, mit dem Robert Stoessel aus Essen angereist ist. In der Altenhilfe am Kaiserplatz 1 stellt er den Ehrenamtler den „Wünschewagen“ vor. Gekommen ist er auf Einladung von Ursula Ochmann und dem Vorsitzenden der Altenhilfe Michael Rieve. Die konnten dem ASBler nämlich einen Scheck von 1 000 Euro überreichen. „Das ist jetzt die dritte Spende in dieser Höhe, die wir organisieren“, erzählt Ursula Ochmann. Zusammen mit anderen Ehrenamtlern sammelt sie ein Jahr lang ‚Kupfergeld‘, wie sie sagt. „Wir haben hier in der Altenhilfe ein großes Glas stehen, da schmeißt jeder, so wie er hat und kann, über das Jahr sein Kleingeld rein“, erzählt sie weiter. Ist das Glas voll, die tausend Euro erreicht, wird gespendet. Nachdem man für das Krefelder Kinderzentrum „Stups“ und für die Kinderklinik des Viersener AKH gesammelt und gespendet hatte, ging das Geld in diesem Jahr an den ASB-Wünschewagen.

„Die Idee stammt ursprünglich aus den Niederlanden“, erzählt ASBler Robert Stoessel. Es geht bei diesem besonderen Projekt darum, unheilbar kranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen. Egal ob ein Ausflug ans Meer, der Besuch eines Musicals, das Anschauen des Lieblingsfußballvereins oder ein Treffen mit Familie und Freunden“, so Stoessel weiter. Die Wünsche können dabei ganz unterschiedlicher Natur sein. „Unsere längste Wunsch-Reise war ein Besuch in Lourdes in Frankreich“, berichtet er. Das sei aber eher eine Ausnahme gewesen. Finanziert würden alle diese Wünsche rein über Spendengelder. „Darum sind wir auch auf jede Spende angewiesen und sehr dankbar für die Spende der Altenhilfe Willich.“

Ins Leben gerufen wurde der ASB-Wünschewagen im Jahr 2014. Heute kümmern sich 100 ASBler um die „letzten Wünsche“ von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die Zentrale hat ihren Sitz in Essen und arbeitet in ganz NRW. Das Projekt gibt es aber mittlerweile auch in ganz Deutschland.