Kunstverein traf sich zur Jahreshauptversammlung Mehr Menschen für Kunst begeistern

Stadt Willich · Der Willicher Kunstverein traf sich jüngst zu seiner Jahreshauptversammlung. Das Fazit: es gab nur gute Nachrichten.

Unser Foto zeigt die Vorstands- und Beiratsmitglieder des Willicher Kunstvereins (von links) Eva M. Mathes (Kunstbeirat), Herbert Becker (Kassenprüfer, neu), Gabi Wermeister (Schatzmeisterin), Hiltrud Nöbel (Kassenprüferin, alt), Helga zum Bruch (Kunstbeirat), Christian Kolb (Kunstbeirat), Dr. Ute Waffenschmidt (Schriftführerin und Pressearbeit, neu), Wolfgang Wolter (Kunstbeirat), Klaus Behrla (Erster Vorsitzender), Jutta Otto-Gesterling (Kunstbeirat), Richart U. Dibbern (Zweiter Vorsitzender), Bernd-Dieter Röhrscheid (Kassenprüfer, neu), Carla Scheben (Schriftführerin, alt).

Foto: Dagmar Müller

Viele neue Mitglieder, ein sehr gut gebuchtes Programm und einen Besucherrekord bei der Jubiläumsausstellung. Darüber konnte Klaus Behrla, der erste Vorsitzende des Willicher Kunstvereins, jetzt auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung berichten. 42 Mitglieder waren dazu in den Schlosskeller des Schlosses Neersen gekommen.

Klaus Behrla ist der alte und neue Vorsitzende des Willicher Kunstvereins, dessen Vorstand turnusgemäß neu gewählt wurde. Zweiter Vorsitzender bleibt der Künstler Richart U. Dibbern.

Das durchweg einstimmige Ergebnis der Vorstandswahlen ist Anerkennung der erfolgreichen Arbeit des Vereins. Im vergangenen Jahr 2025 gab es jeden Monat ein Programmangebot. Die Ausstellungsbesuche mit fachkundigen Führungen, die für die Mitglieder kostenfrei sind, führten z. B. nach Düsseldorf, Bonn, in die Essener Villa Hügel und hinter die Kulissen der Schlossfestspiele.

Zum 40-jährigen Bestehen lud der Kunstverein im September zur Jubiläumsausstellung in die Motte im Schloss Neersen. Nach vielen Jahren im Gründerzentrum ist dies nun der neue Ausstellungsort, den die Stadt hochrangigen Künstlern vorbehalten hat. Zur Präsentation unter dem Thema „Verweile doch!“ kamen fast 400 Besucher.

Die viertägige Kunstreise nach Antwerpen und die Wochenendexkursion nach Wiesbaden waren ausgebucht.

„Im neuen Jahr möchten wir unser erfolgreiches, monatliches Programm weiterentwickeln“, sagt Klaus Behrla. „So werden im ersten Halbjahr wieder mehrere geführte Ausstellungsbesuche angeboten“. Im Februar ist es „Rolf Glasmacher: Frieden im Kopf“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen. Im März geht es nach Krefeld zur Ausstellung L’ Art d’habiter - die Kunst des Wohnens.

Die zweitägige Kunstreise führt im April nach Hagen und Dortmund, unter anderem mit Besichtigung des Hohenhofs, des Osthaus-Museums und des Dortmunder „U“s.

Bei einem geführten Art-Walk in Düsseldorf erkunden die Teilnehmer im Mai Kunst im öffentlichen Raum. Die Retrospektive der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama im Kölner Museum Ludwig steht im Juni auf dem Programm.

Für die viertägige Herbstreise ist der Besuch der ehemaligen Kulturhauptstadt Chemnitz plus Besuch der Wartburg, von Weimar oder Erfurt in Planung.

Details dazu gibt es, ebenso wie die Veranstaltungen der zweiten Jahreshälfte, ganz aktuell im Frühsommer.

Bei Programmplanung und Kuratierung der Ausstellung werden Vorstand und Verein vom Kunstbeirat unterstützt, der ebenfalls neu gewählt wurde. Für die kommenden Vereinsausstellungen gibt es ein neues Auswahlverfahren. Künstlerinnen und Künstler, nicht nur aus Willich, können bis Ende März Werke oder Entwürfe zum Thema „Ansichtssache“ einreichen. Eine Jury aus Beirat und Vorstand entscheidet dann über die Teilnahme im September.

Aber der Kunstverein hat noch weitergehende Projekte am Start. Er ist Herausgeber des Buches „Sigmar Polke am Gaspelshof“. Der renommierte Künstler hat entscheidende Jahre in Willich gelebt. Die Buchvorstellung mit Autorin Lucy Degens und namhaften Experten im Willicher Kino war nicht nur ausgebucht. Im Rahmen der Forschungsarbeiten haben sich auch wertvolle Kontakte ergeben, die im Herbst 2027 in einem großen Ausstellungsprojekt münden. In Willich, Viersen und Kempen werden dann in drei zeitgleichen Ausstellungen Werke von Polke aus Privatsammlungen gezeigt. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm, ein Impuls für die ganze Region.

Im Sommer, so Klaus Behrla, soll auch der neue Internet-Auftritt des Willicher Kunstvereins, online gehen. Der Verein ist finanziell gut aufgestellt und konnte im vergangenen Jahr 33 neue Mitglieder gewinnen. Aktuell sind es 164. Ziel ist es, weitere Menschen für Kunst und Kulturerleben zu begeistern.