„Wir möchten an Demenz erkrankten Menschen und ihren Bezugspersonen einen geschützten Rahmen für Sport und Austausch untereinander bieten“, sagen Anja Schröter und Simone Masum.
Der Hintergrund: Sport ist für jeden wichtig – auch und gerade für Demenz-Erkrankte. Die Übungen sind so angelegt, dass sie die Muskelkraft und die Fitness stärken und zugleich das Gedächtnis trainieren. Die Übungsleiterinnen haben sich in mehreren Fortbildungen mit dem Thema Demenz und Bewegung intensiv beschäftigt, Simone Masum hat zudem die Rehasport-Neurologie-Ausbildung absolviert. Mit dem neuen Angebot richtet sich der TVS an Menschen, bei denen bereits eine Diagnose besteht sowie an Menschen, die einfach nur das Gefühl haben, dass bei ihnen Probleme mit dem Gedächtnis beginnen. „Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Bewegung das Fortschreiten einer Demenz verzögern kann. Außerdem ist die Bewegung gut für die Stimmung – an Demenz erkrankte Menschen sind oft mutlos, vereinsamt und verzagt. Dagegen hilft der Spaß an den Übungen in der Gruppe von Menschen, die ähnliches erleben“, so Simone Masum.
Die Übungen verknüpfen Bewegungsabläufe mit Gedächtnistraining – teils ohne und teils mit kleineren Bällen, Hanteln oder anderen Übungsgeräten, führt Simone Masum aus.
Der TVS verbindet das Sportangebot mit einem Beratungsangebot für die pflegenden Angehörigen, wenn sie die Betroffenen zur Übungsstunde begleiten: Während der Sportstunde gibt es für die Begleitenden einen geselligen Austausch bei Kaffee und Gebäck im Vereinsheim. Dabei steht Karin Oegema (Leiterin Demenz-Café im KRUMM & Willicher Selbsthilfegruppe) für Fragen und Beratung zur Verfügung.