Schnell handeln musste am Montagnachmittag die Stadt Willich: Längs der Schiefbahner Straße wurden Vandalismusschäden an Lindenbäume festgestellt. Im Bereich des Parkplatzes und des Haupteingangs der KiTa Büllerbü wurden jeweils drei Lindenbäume auf jeder Seite von Vandalen am Stammfuß angesägt. Teilweise einseitig, teilweise mehrfach umlaufend. Die Standsicherheit der Bäume konnte so – auch die Einschätzung eines zum Tatort geholten Baumkontrolleurs - nicht mehr gewährleistet werden: Gerade in Blick auf die hohe Frequentierung des Areals (Fußgänger, Radfahrer, Autos, Kinder im Eingangsbereich der Kita) musste schnell gehandelt, die kleineren Bäume sofort gefällt werden. Von den beiden großen Bäumen geht unbelaubt aktuell noch keine akute Unfallgefahr aus - sie werden wohl bald aber auch entfernt werden müssen.
Bürgermeister Christian Pakusch ist wie alle vor Ort eingebundenen Kollegen der Verwaltung entsetzt über den Naturfrevel – aber auch über die kriminelle Energie, mit der hier vorgegangen wurde: „Wer seine Sinne einigermaßen beisammenhat, kann sich ausmalen, welche Gefährdung er mit einer solchen Aktion gerade im Eingangsbereich einer starkfrequentierten Kindertageseinrichtung heraufbeschwört - vielleicht beabsichtigt er sie sogar oder nimmt sie mindestens billigend in Kauf. Das ist unfassbar. Ich bin meinem Team sehr dankbar, dass hier schnell gehandelt wurde– und niemand zu Schaden gekommen ist.“
Pakusch sieht sich in seiner Auffassung und Forderung bestätigt, an neuralgischen Punkten (wie dem nahegelegenen Areal Parkplatz Jakob-Frantzen-Halle) mittels Videoüberwachung perspektivisch für mehr Sicherheit sorgen zu wollen.
Natürlich wird die Stadt Anzeige erstatten. Der materielle Schaden wird sich nach Ansicht von Experten ziemlich sicher fünfstellig ausfallen (Fällung, Wurzelrodung, Neupflanzung, Entwicklungspflege); da es sich bei der Schiefbahner Straße um eine geschützte Allee handelt (Alleenschutzgesetz), werden die gefällten Bäume in gleicher Art und Gattung im Herbst nachgepflanzt.